Hünfeld ehrt langjähriges Engagement zum Ende der Wahlperiode 2021–2026
Philipp NetteHünfeld ehrt langjähriges Engagement zum Ende der Wahlperiode 2021–2026
Hünfelds politische Führungskräfte versammelten sich im Kolpinghaus, um das Ende der Wahlperiode 2021–2026 zu würdigen. Bei einem parlamentarischen Abend stand die Arbeit ehrenamtlich Engagierter im Mittelpunkt – ihr Einsatz für die kommunale Verwaltung und das städtische Gemeinschaftsleben wurde gewürdigt. Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Stadtratsvorsitzender Jürgen Bohl führten durch die Veranstaltung, die sowohl scheidende Amtsträger als auch langjährige Mitglieder ehrte.
Der Abend begann mit Ansprachen von Bürgermeister Tschesnok und Ratsvorsitzendem Bohl. Tschesnok räumte ein, dass politische Arbeit mit Herausforderungen verbunden sei, betonte jedoch, wie unverzichtbar ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft bleibe. Er rief die Anwesenden dazu auf, sich weiterhin einzubringen, und bezeichnete ihren Dienst trotz aller Schwierigkeiten als lohnenswert.
Bohl thematisierte indes grundlegendere Veränderungen in der öffentlichen Haltung. Er stellte fest, dass Entscheidungen zunehmend als Schikane oder böswillige Absicht abgetan würden, während gleichzeitig unkonstruktive Kritik zunehme. Statt Zusammenarbeit beobachte er vermehrt, dass Einzelne eigene Interessen über das gemeinwohlorientierte Handeln stellten.
Acht Ehrenamtliche erhielten besondere Anerkennung für ihr Wirken: Alexander Gradl, Pia Biedenbach, Annette Trapp und Ingrid Braun wurden für ihr Engagement geehrt, wobei Braun zur „doyenne der Stadt“ ernannt wurde. Karin Grosch, Udo Tischler, Reiner Wenzel, Uwe Walter und Michael Vogt erhielten die Ehrennadel der Stadt Hünfeld für ihre langjährige Treue.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Hünfelder Stadtkapelle und dem Duo Zweiklang, die für die Gäste aufspielten.
Zum Abschluss wurde erneut die Bedeutung lokalen politischen Engagements betont. Zwar bleibe diese Arbeit oft unsichtbar, doch unterstrichen die Verantwortlichen ihre zentrale Rolle für die Demokratie und das Gemeinwohl. Die Geehrten verließen die Veranstaltung mit einer offiziellen Würdigung ihrer jahrelangen Dienste für Hünfeld.






