06 February 2026, 01:08

Henrietta: Wie eine entlaufene Henne den Münchner Hauptbahnhof lahmlegte

Eine alte Postkarte mit einer Gruppe von Hühner vor einem Zug, mit Text auf der Postkarte.

Henrietta: Wie eine entlaufene Henne den Münchner Hauptbahnhof lahmlegte

Eine entlaufene Henne sorgte am vergangenen Freitagabend für eine ungewöhnliche Szene am Münchner Hauptbahnhof. Das Tier, das später den Namen Henrietta erhielt, wurde zwischen den Gleisen entdeckt. Die Behörden griffen ein, um für ihre Sicherheit zu sorgen, bevor sie an einen Vogelnotdienst übergeben wurde.

Henriettas Abenteuer begann, als sie in der Nähe der Gleise des belebten Bahnhofs gesichtet wurde. Die Bundespolizei nahm sie umgehend in Obhut, versorgte sie mit Haferbrei und gab ihr einen vorläufigen Namen. Drei Tage lang blieb die Henne in ihrer Pflege, ehe sie an den Vogelnotdienst Olching, eine lokale Vogelrettungsorganisation, übergeben wurde.

Gerhard Wendl, der Leiter des Vogelnotdienstes, bestätigte Henriettas Identität anhand eines Fotoabgleichs. Wie sich herausstellte, gehörte sie einer jungen Frau, die Hühner als Hobby hält. Die Besitzerin hatte bereits zuvor vor Henriettas Gewohnheit gewarnt, sich in offene Lieferwagen zu schleichen – ein Verhalten, das sie vermutlich bis zum Bahnhof geführt hatte.

Nach ihrer kurzen, aber ereignisreichen Reise ist Henrietta nun wieder in vertrauten Händen. Das Rettungsteam sorgte für ihre sichere Rückkehr, während die Polizei sie während ihres unerwarteten Aufenthalts versorgte. Über weitere Vorfälle mit der trampenden Henne wurde bisher nicht berichtet.