Halle (Saale) reißt ikonische Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für neues Kulturzentrum ab
Adriane BoucseinHalle (Saale) reißt ikonische Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für neues Kulturzentrum ab
Halle (Saale) plant Abriss seiner beiden ikonischen Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz bis 2029
Die Entscheidung folgt auf das abgelaufene Lebensende der Bauwerke und die Notwendigkeit, das neue „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ zu errichten. Das Projekt wird Millionen Euro kosten.
Nach dem Einsturz der Carola-Brücke in Dresden im vergangenen Jahr hatte die Stadtverwaltung Halle Sonderinspektionen an ihren eigenen Brücken beschleunigt. Sowohl die Überführungen am Riebeckplatz als auch am Franckeplatz bestehen aus Spannbeton – ein Material, das für verborgene Schwachstellen bekannt ist.
Franckeplatz-Brücke in besserem Zustand – aber Überwachung bleibt
René Rebenstorf, Halles Leiter für Stadtentwicklung, bestätigte, dass sich die Franckeplatz-Brücke in einem besseren Zustand befinde. Eine akute Gefahr bestehe dort nach Angaben der Behörden nicht. Dennoch werde die Stadt alle Spannbetonkonstruktionen weiter überwachen, da äußere Prüfungen innere Schäden nicht erkennen könnten.
Rebenstorf betonte, die Achse zwischen Altstadt und Neustadt bleibe von zentraler Bedeutung. Einen Verzicht darauf schloss er aus und bestätigte, dass die Brücken über Saale und Elisabethsaale bei Bedarf durch Neubauwerke in gleicher Bauweise ersetzt würden. In den kommenden Jahren müsse ein langfristiges Konzept für die Strecke entwickelt werden.
Abriss ebnet Weg für neues Kulturzentrum – Franckeplatz-Brücke vorerst ohne Risiko
Der Abriss der Riebeckplatz-Brücken schafft Platz für das geplante Kulturzentrum. Die Stadt versichert, dass von der Franckeplatz-Überführung derzeit keine Gefahren ausgingen. Zukünftige Ersatzbauten sollen im ursprünglichen Design errichtet werden.
