05 May 2026, 12:31

Halle protestiert gegen Kampfstudio mit Rechtsextremismus-Verdacht

Zwei Männer ringen in einem Fitnessstudio, umgeben von einer Gruppe von Zuschauern, mit einer Wand im Hintergrund; beide Männer tragen Schuhe.

Halle protestiert gegen Kampfstudio mit Rechtsextremismus-Verdacht

Proteste in Halle gegen Kampfstudio mit mutmaßlichen Rechtsextremismus-Verbindungen

Am vergangenen Wochenende fand in Halle eine Demonstration gegen ein örtliches Kampfstudio statt, dem vorgeworfen wird, Verbindungen in die rechtsextreme Szene zu haben. Die Teilnehmer zogen durch die Stadt und richteten sich dabei gegen die Gladiator Fight Academy, der eine Rolle bei der Vernetzung von Extremisten vorgeworfen wird. Der Protest folgte einer rechtsextremen Veranstaltung im nahegelegenen Teutschenthal, an der auch AfD-Kandidaten teilgenommen hatten.

Die Kundgebung begann vor Halles Hauptbahnhof und zog anschließend durch die Straßen. Die Menge skandierte Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ und äußerte damit ihre Ablehnung der Aktivitäten des Studios. Die Organisatoren sprachen von 300 Teilnehmern, während die Polizei die Zahl auf etwa 170 schätzte.

Die Gladiator Fight Academy steht bereits länger in der Kritik wegen ihrer mutmaßlichen Verbindungen zum Rechtsextremismus. Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, gehört zum Kernteam des Studios. Ein weiterer Akteur, Hans Krüger, arbeitet dort als Nachwuchstrainer und soll Kontakte zu rechtsextremen Hooligan-Gruppen pflegen. Beide Männer treten bei Veranstaltungen des Studios an.

Die jüngste rechtsextreme Zusammenkunft in Teutschenthal fand in einem kommunalen Kulturzentrum statt, was die öffentliche Empörung weiter schürte. Die Demonstranten warfen dem Studio vor, Gewalt und Diskriminierung zu fördern. Auf Nachfrage lehnte die Akademie eine Stellungnahme zu den extremistischen Verbindungen ihrer Mitarbeiter ab und betonte lediglich, dass jeder willkommen sei, der respektvoll trainiere.

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Die Proteste unterstreichen die anhaltenden Bedenken hinsichtlich rechtsextremer Einflüsse in lokalen Sporteinrichtungen. Die Gladiator Fight Academy bleibt wegen ihrer mutmaßlichen Rolle bei der Rekrutierung von Rechtsextremisten unter Beobachtung. Die Behörden haben sich bisher noch nicht zu möglichen weiteren Schritten geäußert.

Quelle