05 May 2026, 12:31

Apothekerin zahlt 25.000 Euro doppelt nach Rechnungsbetrug mit Merck-Fälschung

Ein Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien monatlich Hunderte von Dollar kosten können.

Apothekerin zahlt 25.000 Euro doppelt nach Rechnungsbetrug mit Merck-Fälschung

Apothekerin aus Roding muss Rechnung über 25.000 Euro zweimal zahlen – nach Betrug mit gefälschter Rechnung

Carolin Schleußinger, Inhaberin der Marien-Apotheke in Roding, droht die Begleichung einer Rechnung über 25.000 Euro ein zweites Mal, nachdem sie Opfer eines Betrugs mit einer gefälschten Rechnung geworden ist. Die betrügerische Anforderung schien vom Pharmakonzern Merck zu stammen, der seitdem Kunden vor einer Zunahme von Cyberangriffen auf seine Lieferanten warnt. Schleußinger weigert sich nun, erneut zu zahlen, und wirft dem Unternehmen vor, die Situation unzureichend gehandhabt zu haben.

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Der Fall begann, als Schleußinger eine Rechnung erhielt, die scheinbar von Merck stammte – inklusive aktualisierter Bankverbindung und einer neuen Zahlungsadresse in Spanien. Sie überprüfte die Angaben, erkannte jedoch nicht, dass es sich um eine Fälschung handelte. Nach der Überweisung forderte Merck später die Begleichung derselben Rechnung erneut an.

Erst dann teilte Merck Schleußinger mit, dass sie Ziel von Cyberkriminellen geworden sei. Das Unternehmen riet ihr, Anzeige bei der Polizei zu erstatten und die verdächtigen E-Mails zur Untersuchung weiterzuleiten. Zudem wurde auf dem Online-Shop von Merck ein Hinweis platziert, der Kunden auffordert, die Bankdaten auf Rechnungen besonders sorgfältig zu prüfen.

Verärgert über den Vorfall kritisiert Schleußinger Merck wegen mangelnder Transparenz. Sie ist überzeugt, dass das Unternehmen die Vorfälle herunterspielt, und fürchtet, es könnte Medikamentenlieferungen wegen der ausstehenden Rechnung zurückhalten. Um die Angelegenheit zu klären, hat sie Strafanzeige erstattet und holt rechtlichen Rat ein.

Merck bestätigte, dass Apotheken im vergangenen Jahr vermehrt gefälschte Rechnungen erhalten hätten. Das Unternehmen bezeichnet diese Vorfälle als gezielte Cyberangriffe, betont jedoch, dass nicht Merck selbst, sondern die Apotheke von Schleußinger das Hauptopfer sei.

Schleußinger bleibt standhaft in ihrer Weigerung, die 25.000 Euro ein zweites Mal zu überweisen. Der Fall zeigt die Risiken von Rechnungsbetrug in der pharmazeutischen Lieferkette auf. Merck ermittelt unterdessen weiter zu den Cyberangriffen und mahnt Kunden, Zahlungsdaten stets genau zu überprüfen.

Quelle