24 May 2026, 20:32

Grüne nennen Heizungsgesetz ein "Chaos-Gesetz" – und fordern klare Biobrennstoff-Pläne

Grüne fordern Stopp des neuen Heizungsgesetzes

Grüne nennen Heizungsgesetz ein "Chaos-Gesetz" – und fordern klare Biobrennstoff-Pläne

Der von der Bundesregierung vorgeschlagene Heizungsgesetzesentwurf ist auf scharfe Kritik der klimapolitischen Sprecherin der Grünen, Lisa Badum, gestoßen. Sie bezeichnete den Entwurf als ein schlecht konzipiertes „Chaos-Gesetz“, dem ein zuverlässiger Plan für die Sicherung der Biobrennstoffversorgung fehle.

Die vom Kabinett gebilligte Vorlage sieht einen schrittweisen „Biobrennstoff-Hochlauf“ ab 2029 vor. Bis 2040 soll ein steigender Anteil der Heizungsbrennstoffe aus klimafreundlichen Quellen stammen. Auf Nachfrage von Badum räumte die Regierung jedoch ein, keine konkreten Schätzungen zu künftigem Bedarf oder zur Verfügbarkeit vorlegen zu können.

Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland bezeichnete Badum die Politik als eine „Biogas-Treppe ins Nichts“. Sie argumentierte, das Gesetz belaste Mieter mit hohen Kosten, während es vor allem der Erdgaslobby nütze. Auch Branchenverbände wie der BDEW und der VKU fordern Klarheit über die Verfügbarkeit biogener Potenziale und die Pläne zum Ausbau der Versorgung.

Kernpunkt von Badums Kritik ist die mangelnde Vorbereitung. Sie wirft der Regierung vor, das Gesetz durchzudrücken, ohne die notwendige Infrastruktur oder Ressourcen zu sichern.

Der Entwurf steht nun vor weiteren Prüfungen – bei wachsender Opposition. Ohne klare Liefergarantien bleibt seine Umsetzung ungewiss. Sowohl aus der Wirtschaft als auch von politischen Akteuren wird weiterhin gefordert, darzulegen, wie die Biobrennstoff-Ziele erreicht werden sollen.

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