23 February 2026, 02:32

Grüne in Baden-Württemberg kämpfen um Macht – Kretschmanns Erbe wackelt

Eine Deutschlandkarte mit roten und blauen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Grüne in Baden-Württemberg kämpfen um Macht – Kretschmanns Erbe wackelt

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Grüne kämpfen um Macht nach 14 Jahren unter Kretschmann

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März wird entscheiden, ob die Grünen nach 14 Jahren unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann an der Regierung bleiben. Aktuelle Umfragen sehen die Partei mit acht Punkten Rückstand hinter der CDU, dicht gefolgt von der AfD. Spitzenkandidat Cem Özdemir steuert einen schwierigen Wahlkampf – und hält dabei bewusst Abstand zu Bundesvorsitzendem Robert Habeck.

Özdemir setzt in seiner Kampagne auf regionale Identität, Wirtschaftsnähe und ein pragmatisches Image. Er betont seine Erfahrung in der Automobilbranche und seine Unterstützung für Schlüsselindustrien wie die Pharmabranche, wirbt für weniger Forschungsbeschränkungen und einen besseren Umgang mit Gesundheitsdaten. Damit grenzt er sich deutlich von Habeck ab, dessen bundespolitisches Profil weiterhin mit umstrittenen Vorhaben wie dem Heizungsgesetz verbunden ist – ein Thema, das in Baden-Württemberg nachwirkt.

Statt mit Habeck auf der Bühne zu stehen, kampagniert Özdemir mit Boris Palmer, dem ehemaligen grünen Oberbürgermeister Tübingen. Gemeinsame Auftritte mit Habeck sind in Baden-Württemberg nicht geplant, obwohl die Grünen in einem engen Rennen liegen. Habeck selbst war stattdessen in München, Kiel, Köln und Bonn unterwegs, um vor Kommunalwahlen lokale Kandidaten zu unterstützen.

Mit aktuell 21 Prozent in den Umfragen liegen die Grünen hinter der CDU (29 Prozent) und knapp vor der AfD (20 Prozent). Özdemir braucht eine Koalition, um regieren zu können – doch die Zahlen machen das unsicher. Sein gemäßigter Kurs und der Fokus auf wirtschaftliche Stabilität sollen ihn von Habecks polarisierender Wahrnehmung abgrenzen, die nach wie vor mit der Kritik am Heizungsgesetz verbunden ist.

Die Wahl wird davon abhängen, ob Özdemirs Strategie Wähler überzeugen kann, die bundesweiten Grünen-Politik skeptisch gegenüberstehen. Eine Niederlage würde die lange Ära grüner Regierungsverantwortung im Land beenden. Noch ist das Rennen offen: Die CDU führt, die AfD holt auf – und die Grünen kämpfen um jeden Prozentpunkt.

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