Goodyear schließt Philippsburger Werk früher als geplant nach jahrelangem Widerstand
Adriane BoucseinGoodyear schließt Philippsburger Werk früher als geplant nach jahrelangem Widerstand
Goodyear hat die Produktion in seinem Werk in Philippsburg früher als geplant eingestellt. Die Schließung des Standorts folgt einer langfristigen Entscheidung im Rahmen der Umstellung auf die Herstellung von Premium-Reifen. Arbeiter hatten monatelang für den Erhalt des Werks gekämpft, bevor die endgültige Schließung erfolgte.
Das Unternehmen hatte die Schließung der Fabrik erstmals im Oktober 2016 bekannt gegeben. Damals begründete es den Schritt mit einer strategischen Neuausrichtung hin zu gefragten Premium-Reifen. Die Belegschaft wehrte sich sechs Monate lang gegen die Entscheidung, konnte sie jedoch nicht rückgängig machen.
Die Produktion endete offiziell am 14. Juli 2017 – mehrere Wochen vor dem ursprünglichen Stichtag, dem 31. Juli. Die Gewerkschaft IG BCE führte den vorzeitigen Stopp auf Personalmangel zurück. Die Schließung des Werks war bereits Mitte Mai bestätigt worden; die Abrissarbeiten sollen nun bald beginnen.
Goodyear versicherte, dass die Mitarbeiter durch die vorzeitige Einstellung der Produktion keine finanziellen Nachteile erleiden werden. Das Gelände in Philippsburg wird in Kürze abgerissen. Die Beschäftigten erhalten trotz des beschleunigten Zeitplans weiterhin ihr Gehalt. Mit der Schließung endet Goodyears Produktion am Standort, während das Unternehmen seine Fertigungsstrategie neu ausrichtet.






