Gewaltsame Festnahme am Karlsruher Hauptbahnhof: Zwei Tunesier greifen Zugtür an und leisten Widerstand
Philipp NetteGewaltsame Festnahme am Karlsruher Hauptbahnhof: Zwei Tunesier greifen Zugtür an und leisten Widerstand
Zwei tunesische Staatsbürger, ein 16-jähriger und ein 26-jähriger Mann, wurden am 13. Januar am Karlsruher Hauptbahnhof festgenommen, nachdem sie auf einem ICE-Zug eine Reihe von Straftaten begangen hatten. Das Duo, das ohne gültige Fahrkarten unterwegs war, war von Basel nach Karlsruhe gereist, bevor es von der Bundespolizei wegen mehrfacher Verstöße vorläufig festgenommen wurde.
Der Vorfall begann, als die beiden Männer den Hochgeschwindigkeitszug ohne Bezahlung bestiegen. Nach der Ankunft in Karlsruhe zwangen sie die Zugtür gewaltsam auf, indem sie den Notöffnungsmechanismus zerstörten. Die auf dem Gleis 3/4 wartenden Beamten griffen sofort ein, um die Männer zu stellen.
Der 16-Jährige leistete Widerstand, beschimpfte die Polizisten verbal und versuchte zu fliehen. Schließlich konnte er überwältigt und fixiert werden. Unterdessen trug der 26-Jährige einen Welpen bei sich, der von den Behörden wegen Verstößen gegen die Einfuhrbestimmungen beschlagnahmt wurde. Zudem gab die Hunderasse Anlass zur Sorge, ob sie mit den deutschen Regelungen für als gefährlich eingestufte Hunde vereinbar sei. Bei der Festnahme fanden die Beamten zudem illegale Betäubungsmittel im Besitz der Verdächtigen. Beide hielten sich bereits ohne gültige Aufenthaltserlaubnis in Deutschland auf. Ihnen drohen nun Strafverfahren wegen Beförderungserschleichung, Drogenbesitzes, illegaler Einreise, Missbrauchs von Notfallvorrichtungen und – im Fall des älteren Mannes – wegen unzulässiger Hundeeinfuhr.
Die beiden Männer bleiben bis auf Weiteres in Gewahrsam, während die offiziellen Anklagen vorbereitet werden. Der Welpe wurde vorläufig in Obhut genommen, die beschlagnahmten Drogen werden im Rahmen der Ermittlungen untersucht. Die Behörden prüfen den Fall weiter, darunter auch das Ausmaß der Schäden an der Zugtür.