Geflohener Mörder nach spektakulärer Flucht in Peine wieder gefasst
Mahmut UllmannGeflohener Mörder nach spektakulärer Flucht in Peine wieder gefasst
Verurteilter Mörder nach Flucht aus Justizvollzugsanstalt Celle in Peine wieder gefasst
Benjamin F., ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, ist nach seiner Flucht aus der Justizvollzugsanstalt Celle in Peine wieder in Haft. Der Vorfall ereignete sich während eines begleiteten Ausgangs und wirft Fragen zur Sicherheit im Strafvollzug auf. Der Gesuchte befindet sich nun wieder in Gewahrsam.
Die Flucht gelang Benjamin F., als er mit seinem Motorrad floh. Später besuchte er seine Mutter in Vöhrum, bevor er in Italien in einen Verkehrsunfall verwickelt wurde. Dies führte schließlich zu seiner Ergreifung und Rückkehr in die Haftanstalt.
Nach dem Niedersächsischen Justizvollzugsgesetz können selbst verurteilte Mörder unter bestimmten Bedingungen Beurlaubungen erhalten. Lebenslänglich Inhaftierte kommen dafür frühestens nach zehn Jahren Haft in Frage. Die Entscheidung über solche Ausgänge basiert auf einer Verhaltensprognose, die das Flucht- oder Rückfallrisiko bewertet.
Benjamin F. hatte vor seiner Flucht bereits 38 Mal einen solchen Ausgang genehmigt bekommen. Nun geraten die Sicherheitsvorkehrungen und Beurlaubungspraktiken des Gefängnisystems in die Kritik. Das zuständige Ministerium hat eine Untersuchung eingeleitet, bisher jedoch weder eine offizielle Bewertung abgegeben noch Konsequenzen aufgezeigt.
Die Flucht hat eine Überprüfung der Gefängnisabläufe ausgelöst. Während die Behörden die genauen Umstände klären, bleibt Benjamin F. in Haft. Die Ermittlungen sollen zeigen, ob Anpassungen bei den Regelungen für Hafturlaube notwendig sind.






