25 May 2026, 02:24

Geburtenrate auf Rekordtief – Streit um Elterngeld-Kürzungen spitzt sich zu

 ehemalige Familienministerin Giffey warnt vor Streichungen bei Elterngeld

Geburtenrate auf Rekordtief – Streit um Elterngeld-Kürzungen spitzt sich zu

Deutschlands Geburtenrate erreicht Tiefstand seit 1946 – Streit um Kürzungen beim Elterngeld

Die Geburtenrate in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken. Nun entzündet sich eine Debatte unter Politikern und Familienverbänden über mögliche Kürzungen beim Elterngeld. Kritiker warnen, dass ein solcher Schritt die falsche Botschaft an Eltern senden könnte, die ohnehin bereits unter finanziellen Belastungen leiden.

Familienministerin Karin Prien steht unter Druck, die Ausgaben in ihrem Ressort zu reduzieren. Medienberichten zufolge könnten bis zu 350 Millionen Euro beim Elterngeld eingespart werden. Das staatliche Lohnersatzprogramm, das Eltern bei der Auszeit vom Beruf unterstützt, wurde seit 2007 kaum angepasst.

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Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich gegen die geplanten Kürzungen ausgesprochen. Sie betont, dass das Elterngeld Eltern helfe, Beruf und Familie zu vereinbaren und den Wiedereinstieg in den Job zu erleichtern. Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zentrums für Familienfragen (ZFF), bezeichnete die Diskussion als ein „verheerendes Signal“ für Familien, die bereits um ihre Existenz kämpfen.

Das aktuelle System zeigt weiterhin eine deutliche Geschlechterungleichheit: 74 Prozent der Bezieher sind Frauen. Diese Schieflage unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der gleichberechtigten Aufteilung der Elternverantwortung. Auch Wolfgang Kubicki, Vorsitzender der FDP, übt scharfe Kritik an den geplanten Streichungen und reiht sich damit in die wachsende Opposition ein.

Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland mit einem historischen Geburtenrückgang konfrontiert ist. Jede Kürzung der Leistungen könnte Familien zusätzlich belasten, die bereits mit finanziellen Sorgen und Betreuungsengpässen zu kämpfen haben. Die Entscheidung über Priens Sparpläne wird voraussichtlich sowohl die Haushaltsbudgets als auch die Arbeitsmarktpolitik nachhaltig prägen.

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