19 June 2026, 08:18

Galeria am Abgrund: 160-Millionen-Deal soll Insolvenz verhindern

Galeria am Abgrund: Was kommt als Nächstes für die Mainz-Filiale?

Galeria am Abgrund: 160-Millionen-Deal soll Insolvenz verhindern

Galeria-Kaufhauskette steckt in neuer Finanzkrise

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Die deutsche Warenhauskette Galeria kämpft erneut ums Überleben. Angesichts steigender Verluste und wachsender Schuldenberge versucht das Unternehmen, den Kopf über Wasser zu halten. Geschäftsführer Tilo Hellenbock hat bereits die Bestellungen für neue Ware in allen 83 Filialen gekürzt, um die finanzielle Belastung zu verringern.

Um eine Insolvenz abzuwenden, verhandelt Galeria derzeit mit dem US-Investor Gordon Brothers über ein Darlehen in Höhe von 160 Millionen Euro. Die Mittel sollen eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mieten decken. Ohne diese Finanzspritze drohen bereits in diesem Sommer Filialschließungen – verursacht durch Engpässe bei der Ware.

Gordon Brothers plant im Rahmen einer Sanierung, rund 30 der 83 Standorte zu schließen und die Verkaufsflächen zu reduzieren. Ziel ist es, die Kosten zu senken und bis 2028 wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Parallel dazu lockt Galeria mit drastischen Rabatten, um den Umsatz zu steigern und die Löhne für die 12.000 Beschäftigten zu sichern.

Branchenkenner warnen jedoch, dass selbst ein erfolgreicher Kreditabschluss keine langfristige Rettung garantiert. Monatliche Verluste in Millionenhöhe belasten die Zukunft der Kette weiter. Scheitert das Geschäft mit Gordon Brothers, dürfte dies das Aus für Galeria bedeuten.

Die Existenz des Unternehmens hängt nun davon ab, ob das Darlehen fließt und die Sparmaßnahmen greifen. Ohne diese Hilfe könnten die ersten Schließungen bereits in wenigen Monaten beginnen. Die Entscheidung wird über das Schicksal Tausender Arbeitsplätze und die Zukunft eines einst führenden Handelsnamens entscheiden.

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