18 February 2026, 20:53

Frohnmaier reist kurz vor der Landtagswahl zu rechtspopulistischer Konferenz nach Washington

Eine Karikatur eines Mannes mit Zylinder und einer Frau in einem Kleid, mit einer Wand, einem Fenster, einem Eimer und anderen Gegenständen im Hintergrund. Unten steht der Text "F. J. Singer, der erste deutsche Politiker, der in den Kongress gewählt wurde".

AfD-Spitzenkandidat reist vor Wahl in die USA - Frohnmaier reist kurz vor der Landtagswahl zu rechtspopulistischer Konferenz nach Washington

Markus Frohnmaier, Spitzenkandidat der AfD für die anstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg, wird nur wenige Tage vor der Abstimmung an einer rechtspopulistischen Konferenz in Washington teilnehmen. Die Reise, die vom 3. bis 5. März geplant ist, umfasst einen Vortrag beim Turning-Point-Action-Event sowie die Teilnahme an einem Treffen der Allianz Souveräner Nationen. Frohnmaier betont, der Besuch diene der Verteidigung der wirtschaftlichen Interessen der Region, insbesondere der Automobilindustrie.

Die Reise fällt in die heiße Phase des Wahlkampfs für die Landtagswahl am 8. März. Obwohl Frohnmaier das Amt des Ministerpräsidenten anstrebt, kandidiert er nicht für ein Mandat im Landtag. Stattdessen setzt er auf internationale Vernetzung und argumentiert, stabile transatlantische Beziehungen seien entscheidend, um Arbeitsplätze in der Automobilbranche zu sichern – einem der wichtigsten Arbeitgeber der Region mit über 315.000 direkt Beschäftigten.

Die AfD-Delegation, die nach Washington reist, soll aus drei oder vier Fachpolitiker:innen bestehen. Die Bundestagsabgeordnete Anna Rathert hatte zuvor die Teilnahme der Partei an einem Kongress rechtspopulistischer Abgeordneter bestätigt. Frohnmaier stellt die Reise als notwendig dar, um die exportabhängige Wirtschaft Baden-Württembergs auf der internationalen Bühne zu vertreten.

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Während seines Aufenthalts wird Frohnmaier auch bei Turning Point Action sprechen, einer konservativen Veranstaltung mit starkem politischem Aktivismus. Über die genaue Ausrichtung des Treffens der Allianz Souveräner Nationen – einschließlich der Organisatoren und der vollständigen Teilnehmerliste – herrscht jedoch Unklarheit, da bisher keine offiziellen Informationen veröffentlicht wurden.

Frohnmaiers Washington-Besuch unterstreicht den Versuch der AfD, sich vor der Wahl als Hüterin wirtschaftlicher Interessen zu positionieren. Angesichts der starken Exportabhängigkeit der Automobilindustrie zeigt seine Konferenzteilnahme, wie die Partei lokale Arbeitsplatzsicherheit mit internationaler Diplomatie verknüpft. Am 8. März wird sich entscheiden, ob die Wähler:innen seiner Führungsvision folgen.