Freiburgs neues Energiezentrum verwandelt Abwärme in grüne Fernwärme für tausende Haushalte
Philipp NetteFreiburgs neues Energiezentrum verwandelt Abwärme in grüne Fernwärme für tausende Haushalte
Im Industriegebiet Nord von Freiburg entsteht ein großes Energiezentrum, das industrielle Abwärme in saubere Energie für die Stadt umwandeln soll. Das von der Badenova WÄRMEPLUS GmbH & Co. KG geleitete Projekt wird tausende Haushalte und Unternehmen mit klimafreundlicher Wärme versorgen. Nach der Inbetriebnahme sollen so jährlich Zehntausende Tonnen CO₂ eingespart werden.
Die Anlage nutzt Abwärme aus den Produktionsprozessen des Chemieunternehmens Cerdia. Zwei Großwärmepumpen mit je 15 Megawatt Leistung sowie sechs Wärmespeicher – jeder mit einem Fassungsvermögen von 200 Kubikmetern – sind bereits installiert. Die Bauarbeiten schreiten voran, die erste Phase soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein.
Im Vollbetrieb wird das Zentrum bis zu 60 Gigawattstunden grüne Fernwärme pro Jahr in das Freiburger Netz einspeisen. Davon profitieren Stadtteile wie Landwasser, Lehen, Betzenhausen, Mooswald sowie das Industriegebiet Nord selbst. Auch das neue Quartier Dietenbach wird über ein erweitertes Netz angeschlossen. Das Projekt ist ein zentraler Baustein für Freiburgs Ziel, bis 2035 eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen. Nach Abschluss der ersten Phase sollen mindestens 85 Prozent der bereitgestellten Wärme aus erneuerbaren Energien oder aufbereiteter Abwärme stammen. Dadurch könnten jährlich rund 23.600 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden.
Die Badenova WÄRMEPLUS, eine Tochtergesellschaft der badenova AG & Co. KG, wurde 2007 gegründet. Zwar koordiniert das Unternehmen das Vorhaben, aus öffentlichen Unterlagen geht jedoch kein einzelner Gründer oder Geschäftsführer für diese spezifische Initiative hervor.
Das Energiezentrum wird die nachhaltige Wärmeversorgung Freiburgs stärken und die regionale Energiewende vorantreiben. Mit dem geplanten Start Ende 2025 trägt die Anlage dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Stadt ihrem Klimaziel für 2035 näherzubringen. Gleichzeitig sichert das Projekt eine stabile und umweltfreundliche Wärmeversorgung für bestehende und neue Wohngebiete.






