Freiburger Verpackungssteuer bedroht Jobs und Existenz lokaler Betriebe
Adriane BoucseinFreiburger Verpackungssteuer bedroht Jobs und Existenz lokaler Betriebe
Freiburger Verpackungssteuer stößt auf wachsenden Widerstand der lokalen Wirtschaft
Gastronomiebetriebe, Caterer und Lieferdienste in Freiburg klagen über finanzielle Belastungen und Stellenabbau durch die Abgabe. Wirtschaftsverbände fordern nun die sofortige Abschaffung der Steuer.
Der Verband Badischer Unternehmen und Verbände (VBU) hat gefordert, die Steuer in ihrer aktuellen Form zu streichen. Unternehmen argumentieren, dass die zusätzlichen Kosten – die sich bei Veranstaltungen oft auf mehrere hundert Euro belaufen – nicht tragbar seien. Einige Betriebe hätten bereits Aufträge verloren oder sehen Geschäfte in benachbarte Regionen ohne die Abgabe abwandern.
Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) verweist auf Probleme bei Gastwirten. Zwar gebe es Mehrwegsysteme, doch für viele Betriebe seien diese im Alltag kaum praktikabel. Die Stadtverwaltung kündigte eine Überprüfung der Steuer im Herbst an, doch Unternehmen halten diesen Zeitrahmen für zu spät.
In einigen Branchen gab es bereits Entlassungen, weitere Stellenstreichungen drohen, falls die Abgabe bestehen bleibt. Wirtschaftsverbände warnen: Ohne schnelles politisches Handeln könnten weitere Betriebe in Existenznot geraten oder abwandern.
Die Verpackungssteuer setzt die Freiburger Gastronomie weiter unter Druck. Während die Wirtschaft dringende Änderungen fordert, könnte die für den Herbst geplante Prüfung der Stadt für manche Betroffene zu spät kommen. Die Entscheidung wird zeigen, ob die Steuer bleibt, reformiert oder ganz abgeschafft wird.






