Freiburger Uni-Klinik kämpft mit 56 Millionen Defizit – Verdi warnt vor Jobverlusten
Adriane BoucseinFreiburger Uni-Klinik kämpft mit 56 Millionen Defizit – Verdi warnt vor Jobverlusten
Universitätsklinikum Freiburg: Verdi warnt vor Folgen des Investitionsstaus
Die finanzielle Lage des Universitätsklinikums Freiburg bleibt angespannt, so der Verdi-Bezirk Südbaden-Schwarzwald. Das Defizit liegt derzeit bei rund 56 Millionen Euro und wächst weiter; bis zu 350 Stellen könnten in den nächsten drei Jahren gestrichen werden. Die Gewerkschaft spricht von einer politisch verursachten Krise, die nicht angegangen werde.
9. Dezember 2025, 10:44 Uhr
Das Universitätsklinikum Freiburg steckt in einer schweren Finanzkrise: Das aktuelle Defizit beträgt etwa 56 Millionen Euro, und die Schieflage bedroht bis zu 350 Arbeitsplätze in den kommenden drei Jahren. Die Gewerkschaft Verdi macht politische Entscheidungen für die Verschärfung der Lage verantwortlich – insbesondere jahrelange Unterinvestitionen des Landes Baden-Württemberg.
Hinter den finanziellen Problemen des Klinikums steht eine langjährige Unterfinanzierung durch die Landesregierung. Die politischen Verantwortlichen in Baden-Württemberg, darunter Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie Landtagsabgeordnete wie Dr. Markus Rösler und Dr. Albrecht Schütte, steuern die Mittelvergabe für Krankenhausinvestitionen. Die Federführung liegt beim Ministerium für Soziales und Gesundheit, das über die Finanzierungsentscheidungen wacht.
Die Krise im Freiburger Universitätsklinikum zeigt, wie sich politische Förderentscheidungen direkt auf die Gesundheitsversorgung auswirken. Ohne höhere Landeszuschüsse drohen weitere Stellenstreichungen und eine mögliche Verschlechterung der Behandlungsqualität. Verdi fordert nachhaltige Lösungen, um die Finanzen zu stabilisieren und sowohl Beschäftigte als auch Patient:innen zu schützen.