Fracking als mögliche Lösung für Deutschlands Gasversorgung bis 2025
Adriane BoucseinFracking als mögliche Lösung für Deutschlands Gasversorgung bis 2025
Deutschland erwägt Hydraulic Fracturing – auch Fracking genannt – als langfristige Lösung, um die heimische Erdgasversorgung zu stärken. Mit dieser Methode ließen sich die beträchtlichen Schiefergasvorkommen des Landes erschließen. Experten schätzen, dass Fracking bis 2025 einen spürbaren Anteil des inländischen Bedarfs decken könnte.
Der Aufbau einer Fracking-Industrie in Deutschland würde jedoch mehrere Jahre Vorbereitung erfordern. Um die Reserven effizient zu nutzen, müssten Hunderte von Bohrungen niedergebracht werden. Bei strikter Einhaltung von Umweltschutzauflagen ließen sich die mit dem Verfahren verbundenen Risiken laut Einschätzungen auf einem niedrigen Niveau halten.
Bis 2025 könnte die jährliche Gasförderung durch Fracking auf 5 bis 10 Milliarden Kubikmeter steigen – das entspräche 6 bis 12 Prozent des voraussichtlichen deutschen Gasverbrauchs in diesem Jahr. Global betrachtet wäre der zusätzliche Beitrag allerdings eher bescheiden.
Trotz des Potenzials könnte Fracking akute Gasengpässe nicht beheben oder zu spürbaren Preissenkungen führen. Zudem ist die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Methode ohne staatliche Subventionen fraglich. Befürworter argumentieren, dass Probebohrungen wichtige Daten zu Förderkosten und Umweltauswirkungen liefern würden.
Fracking könnte bis 2025 eine Rolle im deutschen Energiemix spielen. Die heimischen Schiefergasreserven bieten eine mögliche Quelle für inländisches Erdgas, auch wenn Umfang und Kosten noch unklar sind. Die Zulassung von Testbohrungen könnte helfen, die Machbarkeit und die Auswirkungen besser einzuschätzen.






