Emmendingen plant drastische Kürzungen bei Busverbindungen ab Dezember
Philipp NetteEmmendingen plant drastische Kürzungen bei Busverbindungen ab Dezember
Der Landkreis Emmendingen hat Pläne vorgelegt, Busverbindungen zu kürzen, um die Haushaltslage zu entlasten. Die Kommunen stehen nun vor der Wahl, entweder die Abendverbindungen weiter zu finanzieren oder diese bereits ab 20 Uhr einzustellen.
Die Vorschläge zielen darauf ab, Ausgaben für den ÖPNV und den Schülerverkehr zu senken. Allein durch die Streichung der Abendverträge auf Entwicklungslinien ließen sich jährlich etwa 100.000 Euro einsparen. Weitere Ersparnisse in Höhe von rund 200.000 Euro werden für 2027 durch optimierte Schul- und Linienbusverbindungen erwartet.
Radikalere Optionen – wie die vollständige Einstellung des Busverkehrs nach 22 Uhr oder die Reduzierung hochfrequentierter Linien – wurden zwar geprüft, aber nicht empfohlen. Von den Änderungen betroffen wären unter anderem die Städte Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim. Die gekürzten Abendverbindungen sollen mit der Fahrplanumstellung im Dezember in Kraft treten.
Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Pläne am 29. Juni beraten. Der Kreistag trifft dann am 20. Juli die endgültige Entscheidung. Eine Verkehrsuntersuchung im Jahr 2027 soll zusätzliche Kürzungen für das Folgejahr identifizieren. Der Landkreis plant dennoch, im Jahr 2026 weiterhin rund 9 Millionen Euro in den ÖPNV und den Schülerverkehr zu investieren.
Falls die Maßnahmen genehmigt werden, verringern sich die Abendbusverbindungen, während gleichzeitig die Kosten sinken. Der Landkreis wird zwar den Großteil der Linien weiter finanzieren, jedoch mit strengeren Betriebszeiten. Die endgültigen Beschlüsse fallen im kommenden Monat nach der Ausschussprüfung.
