Digitalisierungs-Staatssekretär Hundt rudert nach Skandal zurück – bleibt er im Amt?
Philipp NetteDigitalisierungs-Staatssekretär Hundt rudert nach Skandal zurück – bleibt er im Amt?
Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, zieht seinen Rücktritt zurück
Matthias Hundt, Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, hat seinen Rücktritt widerrufen, nachdem er zunächst wegen eines Skandals von seinem Amt zurücktreten wollte. Der Schritt erfolgt, während die Behörden seine angebliche Verstrickung in die Insolvenz der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH untersuchen. Hundt bestreitet jede Schuld und will sich gegen die seiner Meinung nach haltlosen Vorwürfe zur Wehr setzen.
Erstmals hatte Hundt seinen Rücktritt angeboten, nachdem Berichte über seine mögliche Verbindung zum finanziellen Zusammenbruch der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH bekannt geworden waren. Das Insolvenzverfahren für das Unternehmen begann am 25. November 2025; die Deutsche Rentenversicherung prüft es derzeit wegen ausstehender Beitragszahlungen. Auch die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen Hundt im Zusammenhang mit dem Fall.
Später zog er seinen Rücktritt zurück und begründete dies mit Frust über mediale Spekulationen sowie dem Wunsch, seinen Namen zu reinigen. Trotz der Vorwürfe war Hundt niemals Gesellschafter der Humboldt Capture Germany GmbH – einem eigenständigen Unternehmen – und trägt keine Verantwortung für deren Insolvenz.
Unterdessen treibt der Berliner Senat die Pläne für Hundts Entlassung voran; eine endgültige Entscheidung soll am Dienstag fallen. Falls er abberufen wird, stünde ihm eine Abfindung von etwa 72.000 Euro zu, was sechs Monatsgehältern entspricht.
Bis dahin bleibt Hundt vorerst im Amt. Die Ermittlungen zur Insolvenz der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH laufen weiter; sowohl finanzielle als auch juristische Prüfungen stehen noch aus. Das Ergebnis wird zeigen, ob Hundt weitere Konsequenzen drohen oder ob er sein Amt behalten kann.






