11 June 2026, 06:20

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für seinen Kampf gegen Medienvorurteile und Antisemitismus

Zentralrat: Nuhr deckt 'Doppelmoral' der Medien auf

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für seinen Kampf gegen Medienvorurteile und Antisemitismus

Der Satiriker Dieter Nuhr hat den Leo-Baeck-Preis erhalten, die höchste Auszeichnung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Ehrung würdigt sein Engagement im Kampf gegen Doppelstandards in der Medienberichterstattung über Israel und das Judentum. Zu den früheren Preisträgern zählen unter anderem ehemalige Bundespräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, überreichte die Auszeichnung. Er lobte Nuhr dafür, dass er einseitige Berichterstattung über Israel und das Judentum in deutschen Medien aufdeckt. Schuster warf einigen Medien zudem vor, antisemitische Erzählmuster zu verbreiten.

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In seiner Dankesrede betonte Nuhr, dass Antisemitismus nicht nur im rechtsextremen Milieu existiere. Er behauptete, er sei auch in linksextremen Kreisen und unter kulturellen Eliten verbreitet. Zudem kritisierte er, dass viele selbsternannte Antifaschisten antisemitische Ansichten verträten und damit ihre eigene Haltung untergrüben.

Ahmed Mansour, ein muslimischer Autor aus Israel, unterstützte Nuhrs Position. Er würdigte den Satiriker dafür, Meinungen zu äußern, die andere aus Angst nicht aussprechen würden. Mansour bezeichnete Nuhrs ARD-Sendung zudem als eine Art Therapie für die zersplitterte Debattenkultur in Deutschland.

Der mit 15.000 Euro dotierte Leo-Baeck-Preis ist nach dem Rabbiner Leo Baeck benannt. Nuhrs Auszeichnung unterstreicht seine Rolle bei der Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Medienvorurteilen. Die Ehrung reiht ihn ein in die Liste bedeutender Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Deutschland.

Quelle