22 December 2025, 00:01

Diamant-Nitrogen-induzierte TLS-Verluste geschätzt mit supraleitenden Mikroresonatoren für Hochleistungsanwendungen

Ein Armband mit blauen Perlen, mit Text in der unteren linken Ecke.

Diamant-Nitrogen-induzierte TLS-Verluste geschätzt mit supraleitenden Mikroresonatoren für Hochleistungsanwendungen

Durch Stickstoff in Diamanten verursachte TLS-Verluste mit supraleitenden Mikroresonatoren für Hochleistungsanwendungen präzise bestimmt

Zusammenfassung Wissenschaftler haben eine Methode mit supraleitenden Mikroresonatoren entwickelt, um Energieverluste in Diamantkristallen bei extrem tiefen Temperaturen präzise zu messen. Dabei zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen dem Stickstoffgehalt und der Materialqualität – ein entscheidender Fortschritt für fortschrittliche Anwendungen in der Sensorik und Kernfusion.

Studie misst dielektrische Verluste in Diamantkristallen mit beispielloser Genauigkeit

Eine aktuelle Studie hat bedeutende Fortschritte bei der Messung dielektrischer Verluste in Einkristall-Diamantproben erzielt. Forscher nutzten eine hochsensible Technik mit supraleitenden Dünnschicht-Mikrostreifenresonatoren, um diese Verluste bei extrem tiefen Temperaturen zu untersuchen. Ihre Ergebnisse belegen einen direkten Zusammenhang zwischen Stickstoffdefekten und erhöhten dielektrischen Verlusten im Material.

Das Team konzentrierte sich auf die Quantifizierung von Verlusten, die durch Stickstoff-Fehlstellen-Zentren (NV-Zentren) in sowohl polykristallinen als auch einkristallinen Diamanten verursacht werden. Durch den Einsatz supraleitender konzentrierter Mikroresonatoren gelang es ihnen, die Dichte der NV-Defekte und deren Auswirkungen auf die Kohärenzzeiten mit hoher Präzision zu messen. Dieser Ansatz ermöglichte eine Charakterisierung der dielektrischen Verluste mit außergewöhnlicher Genauigkeit – selbst bei Temperaturen weit unter einem Kelvin.

Die Studie verglich verschiedene Diamantproben, darunter die Sorten J-Clone und IrSCD. Die Ergebnisse zeigten, dass die J-Clone-Probe mit niedrigerem Stickstoffgehalt die geringsten dielektrischen Verluste aufwies – etwa 7,31 × 10⁻⁶. Demgegenüber verzeichnete die stickstoffreichere IrSCD-Probe deutlich höhere Verluste von 1,9525 × 10⁻⁵. Diese Messungen überstiegen die Grenzen herkömmlicher Methoden und lieferten neue Erkenntnisse über das Verhalten von Zwei-Niveau-Systemen (TLS) in Diamanten.

Der Durchbruch löst eine zentrale Herausforderung bei der Entwicklung von Materialien mit extrem niedrigen Verlusten. Solche Fortschritte sind besonders wertvoll für Anwendungen in Quanten-Sensoren und Fusionsreaktoren, wo die Minimierung dielektrischer Verluste entscheidend für die Leistungsfähigkeit ist.

Die Forschung bestätigt, dass ein höherer Stickstoffgehalt die dielektrischen Verluste in Einkristall-Diamanten direkt erhöht. Die neu entwickelte Methode ermöglicht es, diese Verluste mit bisher unerreichter Empfindlichkeit zu messen. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, Materialien für zukünftige Technologien mit ultra-niedrigen Verlustwerten weiter zu optimieren.