13 April 2026, 10:26

Deutsche Telekom und Metzler nutzen Ökostrom-Überschuss für nachhaltiges Bitcoin-Mining

Luftaufnahme eines Solarparks mit Panelen, umgeben von Bäumen, Gras, Wasser und einer nahen Bahnschiene.

Deutsche Telekom und Metzler nutzen Ökostrom-Überschuss für nachhaltiges Bitcoin-Mining

Deutsche Telekom und Bankhaus Metzler starten Pilotprojekt zur Bitcoin-Förderung mit überschüssiger Ökostromenergie

Unter dem Namen "Digitale monetäre Photosynthese" haben die Deutsche Telekom und das Bankhaus Metzler ein Pilotvorhaben gestartet, bei dem überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien für das Schürfen von Bitcoins genutzt wird. Ziel der Initiative ist es, das Stromnetz zu stabilisieren, indem nicht benötigte Energie in digitale Werte umgewandelt wird. Gleichzeitig sollen neue Blockchain-Anwendungen für das Energiemanagement erforscht werden.

Verantwortet wird das Projekt von der Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom für digitale Transformation, der Telekom MMS. Die technische Infrastruktur für das Mining stellt die Metis Solutions GmbH bereit, während die Telekom MMS den operativen Betrieb steuert. Oliver Nyderle, Leiter der Abteilung Digital Trust & Web3-Infrastruktur bei Telekom MMS, erläutert, dass Miner auf diese Weise ungenutzte Energie in digitale Vermögenswerte umwandeln können – ein Vorteil für Erzeuger erneuerbarer Energien.

Die beteiligten Bitcoin-Miner passen ihren Energieverbrauch dynamisch an das aktuelle Angebot an: Produzieren Wind- oder Solarparks mehr Strom als benötigt, kann die Überschussenergie für das Mining genutzt werden, statt ungenutzt zu verfallen. Diese Flexibilität trägt zur Netzstabilität bei und schafft gleichzeitig finanzielle Anreize für Betreiber erneuerbarer Energien.

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Das Pilotprojekt könnte wegweisend für eine breitere Nutzung der Blockchain-Technologie im Energiesektor sein. Durch die Verknüpfung von Kryptowährungs-Mining mit erneuerbaren Quellen wollen die Partner Nachhaltigkeit und Netzeffizienz verbessern.

Die Initiative bietet eine praktische Lösung, um überschüssigen Ökostrom wirtschaftlich zu verwerten. Wind- und Solarenergieerzeuger erhalten damit eine zusätzliche Einnahmequelle, während gleichzeitig die Stabilität des Stromnetzes gesteigert wird. Bei Erfolg ließe sich das Modell auf andere Regionen und Energieanbieter übertragen.

Quelle