Deutsche Bahn ändert Sanierungspläne für die Strecke München–Rosenheim nach Kritik
Mahmut UllmannDeutsche Bahn ändert Sanierungspläne für die Strecke München–Rosenheim nach Kritik
Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für die Sanierung der Bahnstrecke München–Rosenheim, einer der meistbefahrenen Strecken Bayerns, geändert. Statt einer einzigen sechsmonatigen Vollsperrung sollen die Arbeiten nun in zwei getrennten Abschnitten durchgeführt werden. Die Entscheidung folgt auf Kritik von Güterverkehrsunternehmen an der ursprünglichen Planung.
Die erste Bauphase beginnt Mitte Februar 2028 und dauert bis Mitte April. In diesem Zeitraum werden die Fernbahngleise für acht Wochen komplett gesperrt. Vorbereitende Arbeiten starten bereits im Herbst 2027, wobei es zu Teil-sperrungen auf der S-Bahn-Strecke kommt.
Die zweite Phase ist für das erste Halbjahr 2031 vorgesehen. Dabei werden Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfe modernisiert. Zudem erhält die Strecke im Rahmen der Aufrüstung das europäische Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System).
Der Verband der Güterverkehrsunternehmen übt scharfe Kritik am überarbeiteten Plan. Peter Westenberger, dessen Geschäftsführer, argumentiert, dass die Gesamt-dauer der Sperrungen nach wie vor die ursprünglich vorgesehenen 22 Wochen überschreite. Zudem seien die Güterverkehrsunternehmen bei den Änderungen nicht konsultiert worden. Er schlug stattdessen eingleisige Baustellen und vorab erfolgende Ausbaumaßnahmen auf Ausweichstrecken vor.
Die Strecke München–Rosenheim ist eine zentrale Verkehrsachse für den Personen- und Güterverkehr. Mit der Aufteilung in zwei Bauphasen will die Deutsche Bahn die Beeinträchtigungen verringern. Die Güterverkehrsunternehmen bleiben jedoch besorgt über die langfristigen Auswirkungen auf ihre Betriebsabläufe.






