Denzlingen plant Ausbau des klimaneutralen Wärmenetzes für 450 Haushalte
Philipp NetteDenzlingen plant Ausbau des klimaneutralen Wärmenetzes für 450 Haushalte
Denzlingen treibt die Pläne zum Ausbau seines klimaneutralen Wärmenetzes voran. Die Gemeinde hat Fördermittel für eine Machbarkeitsstudie erhalten, um neue Anschlüsse zu prüfen. Zwei Wohngebiete und ein öffentliches Schwimmbad könnten bald an das System angeschlossen werden.
Rund 450 Gebäude in den Stadtteilen Grüner Weg und Seidenfäden verfügen derzeit über keine Fernwärme. Die meisten Haushalte nutzen Gasheizungen (60 %), andere setzen auf Pelletheizungen (20 %) oder Wärmepumpen (15 %). Die Studie wird untersuchen, wie diese Häuser sowie das örtliche Hallenbad an das bestehende Netz angebunden werden können.
Das Vorhaben knüpft an frühere Förderungen für das Kern-Wärmenetz an, das bereits das Schulzentrum, das Kulturzentrum sowie die Neubaugebiete Käppelematten und Unter'm Heidach versorgt. Nun hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Mittel für die nächste Phase freigegeben.
Die Machbarkeitsstudie soll technisches Know-how liefern, um künftige Erweiterungen zu planen. Ziel ist es, Effizienz und Praktikabilität zu gewährleisten, bevor mit Bauarbeiten begonnen wird.
Die bewilligten Fördergelder markieren einen wichtigen Schritt zur Erweiterung des klimaneutralen Wärmenetzes in Denzlingen. Bei Erfolg könnte die Studie den Weg für weitere Haushalte und öffentliche Einrichtungen ebnen, um von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umzusteigen. Langfristig strebt die Gemeinde ein flächendeckendes, nachhaltigeres Energienetz an.