30 March 2026, 16:36

Daimler Truck streicht 5.000 Jobs bis 2030 – doch ohne Zwangsentlassungen

Balkendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeschlüsselt nach Branche und Erholungsstatus, mit Daten zur Gesamtzahl der betroffenen Unternehmen und zur wirtschaftlichen Erholung.

Daimler Truck streicht 5.000 Jobs bis 2030 – doch ohne Zwangsentlassungen

Daimler Truck hat Pläne bekannt gegeben, bis 2030 rund 5.000 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Effizienzoffensive, mit der die Profitabilität um über eine Milliarde Euro gesteigert werden soll. Das Unternehmen betont, dass die Stellenstreichungen durch freiwillige Maßnahmen und nicht durch betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden sollen.

Betroffen sind vor allem die Mercedes-Benz Lkw-Sparte, in der etwa 28.000 der insgesamt 35.500 Beschäftigten von Daimler Truck in Deutschland arbeiten. Standorte in Gaggenau, Kassel, Mannheim, Stuttgart und Wörth werden Personalabbau verzeichnen, wobei die genauen Zahlen pro Standort noch nicht genannt wurden. Bis 2034 schließt das Unternehmen betriebsbedingte Entlassungen aus und setzt stattdessen auf natürliche Fluktuation, Vorruhestand und freiwillige Abfindungsprogramme.

Die Umstrukturierung erfolgt im Rahmen des Programms "Cost Down Europe", das die langfristige finanzielle Performance verbessern soll. Bis 2030 strebt Daimler Truck in seinem Industriegeschäft eine bereinigte Umsatzrendite von über 12 Prozent an, wobei die Margen je nach Konjunkturzyklus zwischen 9 und 13 Prozent schwanken sollen. Die nordamerikanische Sparte erreichte 2024 bereits eine Rendite von 12,9 Prozent und plant eine weitere Expansion in hochmargige Baumaschinen- und Spezialfahrzeugmärkte.

Neben den Einsparungen wird das Unternehmen ab Ende 2025 ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu zwei Milliarden Euro starten. Aktionäre können zudem mit Dividendenausschüttungen in Höhe von 40 bis 60 Prozent des Nettogewinns rechnen. Gleichzeitig verzögert sich die Markteinführung von Brennstoffzellen-Lkw in Europa bis in die frühen 2030er-Jahre, da sich der Aufbau der Wasserstoff-Tankstelleninfrastruktur langsamer als erwartet entwickelt.

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Innerhalb von sechs Jahren sollen so 5.000 Stellen in den deutschen Werken von Daimler Truck wegfallen. Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin auf freiwillige Personalanpassungen und finanzielle Ziele wie höhere Margen und Aktionärsrenditen. Wasserstoff-Lkw, einst eine Priorität für die nahe Zukunft, müssen nun aufgrund von Infrastrukturherausforderungen länger auf ihre breite Einführung warten.

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