Cyberangriffe auf Reisebranche erreichen im Mai 2026 Rekordhoch – wie Betrüger Urlauber täuschen
Mahmut UllmannCyberangriffe auf Reisebranche erreichen im Mai 2026 Rekordhoch – wie Betrüger Urlauber täuschen
Reisebranche im Mai 2026 von massivem Anstieg an Cyberangriffen betroffen
Im Mai 2026 sah sich die Reisebranche mit einem drastischen Anstieg von Cyberangriffen konfrontiert. Kriminelle registrierten zehntausende gefälschte Websites, um Urlauber zu täuschen. Diese Domains ahmtem oft bekannte Buchungsportale nach, um an persönliche Daten oder Geld zu gelangen.
Allein im Mai 2026 verzeichnete der Reisesektor rund 2.300 Cyberangriffe pro Woche – ein Anstieg um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Cyberkriminelle erstellten in diesem Monat etwa 47.300 betrügerische Domains, um Nutzer auf der Suche nach Schnäppchen in die Falle zu locken.
Viele dieser Seiten gaben sich als seriöse Anbieter aus, etwa als Hotels, Buchungsplattformen oder Reiseveranstalter. Beispiele waren Domains wie „booking-jp.com“ oder „booking-cn.com“, die vorgeben sollten, lokale Versionen einer großen Buchungsseite zu sein. Das Sicherheitsunternehmen Check Point entdeckte zudem eine Domain mit 210 nummerierten Varianten – allesamt darauf ausgelegt, Besucher zu verwirren.
Betrüger setzten häufig auf gefälschte Dringlichkeit, etwa mit „zeitlich begrenzten Angeboten“, um Nutzer zu überstürzten Entscheidungen zu drängen. Die meisten der registrierten Domains blieben jedoch inaktiv – vermutlich, um erst in der Hauptreisezeit zuzuschlagen. Offizielle Zahlen aus Deutschland zeigen, dass Plattformen wie Airbnb, Booking und Tripadvisor 2024 insgesamt 60,4 Millionen Buchungen abwickelten – ein Beleg für die Attraktivität der Branche für Betrüger.
Reisende sollten Vorsicht walten lassen: Klicks auf Links in verdächtigen E-Mails oder Werbeanzeigen sind zu vermeiden. Wer die offizielle Webadresse manuell in den Browser eingibt, verringert das Risiko, auf eine Fälschung hereinzufallen. Besonders wichtig ist es, die URL vor der Eingabe persönlicher Daten genau zu prüfen, um Phishing-Angriffen vorzubeugen.






