17 February 2026, 17:14

Crowdfunding für Markus W.: Wie Leipzigs Hotelmitarbeiter nach Ofarims TV-Triumph Solidarität erhält

Ein hellgelbes Plakat mit einem weißen Rand zeigt den fetten Text "Arbeitgeber spart auf Kosten der Gesellschaft" und eine Gruppe von Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien, die den Betrachter anblicken.

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Crowdfunding für Markus W.: Wie Leipzigs Hotelmitarbeiter nach Ofarims TV-Triumph Solidarität erhält

Ein Social-Media-Influencer hat eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen, um Markus W. zu unterstützen – den Leipziger Hotelmitarbeiter, der fälschlicherweise von dem Musiker Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt worden war. Der Fall erhielt neue Aufmerksamkeit, nachdem Ofarim kürzlich die Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! gewonnen und dabei 400.000 Euro verdient hatte. Markus W. muss unterdessen weiter auf die vereinbarte Entschädigung warten, während die öffentliche Solidarität wächst.

Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim Markus W. nach einem Vorfall in einem Leipziger Hotel Antisemitismus vorwarf. Die Vorwürfe stellten sich später als haltlos heraus – ein Gericht bestätigte dies, und Ofarim gab im November 2023 zu, dass die Anschuldigungen unwahr waren. Trotz eines außergerichtlichen Vergleichs, der Ofarim zur Zahlung von 20.000 Euro verpflichtete, hat Markus W. das Geld bis heute nicht erhalten.

Anfang 2025 gewann Ofarim Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! und sicherte sich neben den Show-Einnahmen von 400.000 Euro zusätzlich 100.000 Euro Preisgeld. Dies befeuerte das öffentliche Interesse an der noch ausstehenden Entschädigung neu. Der YouTuber Sanijel Jakimovski startete daraufhin eine Spendenaktion für Markus W. und versprach volle Transparenz über die Verwendung der Gelder.

Markus W. plant, einen Teil der Spenden an zwei Projekte weiterzugeben: zum einen an HateAid, eine deutsche Hilfsorganisation, die Opfer von Hass im Netz unterstützt, zum anderen an die Leipziger Initiative Minilöwen, die sich für Frühchen und schwer kranke Neugeborene einsetzt. Einen weiteren Teil möchte er für gemeinsame Zeit mit seiner Familie nutzen.

Die Crowdfunding-Aktion zeigt die anhaltende öffentliche Unterstützung für Markus W., während er auf die Auszahlung der Vergleichssumme wartet. Die gesammelten Mittel sollen sowohl seiner Familie als auch Organisationen zugutekommen, die sich gegen digitalen Hass und für die Versorgung von Neugeborenen engagieren. Der Initiator der Spendenaktion hat zugesagt, den Übergabeprozess nach Abschluss der Sammlung detailliert zu dokumentieren.

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