29 June 2026, 18:48

CDU-Politiker Krings zerpflückt Kommission zu Prostituiertenschutz-Reformen als realitätsfern

CDU-Vize Krings kritisiert Prostituiertenkommission

CDU-Politiker Krings zerpflückt Kommission zu Prostituiertenschutz-Reformen als realitätsfern

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat eine von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingesetzte Kommission scharf kritisiert. Das Gremium prüft mögliche Reformen des deutschen Prostituiertenschutzgesetzes. Krings wirft der Kommission vor, ein verzerrtes Bild der Branche zu zeichnen.

Laut Krings spiegeln die Erkenntnisse der Kommission nur einen kleinen, privilegierten Ausschnitt des Sexgewerbes wider. Er verwies darauf, dass in Deutschland lediglich 50 Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter Sozialabgaben zahlen. Seiner Einschätzung nach sind nicht mehr als zehn Prozent der in der Branche Tätigen offiziell gemeldet.

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Die von der Kommission herangezogene Studie besagt, dass 25 Prozent der registrierten Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter einen Hochschulabschluss besitzen. Zudem heißt es, 80 Prozent seien krankenversichert. Krings wies diese Zahlen als realitätsfremd zurück.

Schon die Zusammensetzung der Kommission habe ihn von Anfang an frustriert, erklärte Krings. Die CDU/CSU habe in ihrer Regierungszeit noch nie ein derart einseitig besetztes Gremium erlebt, betonte er. Zudem kritisierte er, dass die Vorsitzende der Kommission, die auch das begleitende kriminologische Institut leitet, nun „höchst fragwürdige Forschungsergebnisse“ verteidige.

Die CDU/CSU-Fraktion bleibt der Arbeitsweise der Kommission gegenüber äußerst skeptisch. Krings besteht darauf, dass die verwendeten Daten die tatsächlichen Verhältnisse in der deutschen Sexarbeit nicht widerspiegeln. Seine Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Kontroversen über die Richtigkeit und Ausgewogenheit der vorgeschlagenen Reformen.

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