30 June 2026, 12:25

BSW fordert Debatten mit AfD-Chefin Weidel vor Ost-Wahlen und wirbt für überparteiliche Ministerpräsidenten

BSW schickt kuscheln Brief an AfD

BSW fordert Debatten mit AfD-Chefin Weidel vor Ost-Wahlen und wirbt für überparteiliche Ministerpräsidenten

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat ein Ende der politischen Ausgrenzung der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) gefordert. Gleichzeitig forderte die Partei die AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu zwei öffentlichen Debatten vor den anstehenden Wahlen in Ostdeutschland heraus.

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In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern finden am 6. bzw. 20. September Landtagswahlen statt. Das BSW schlug Debatten zwischen Weidel und seiner Gründerin Sahra Wagenknecht in Magdeburg und Schwerin vor. Diese sollten auf öffentlichen Wahlkampfveranstaltungen stattfinden, wobei als möglicher Ort ein großer Platz in Ostdeutschland genannt wurde.

Die Partei argumentierte, sowohl BSW als auch AfD stünden in der Kritik der etablierten Politik – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Wagenknecht beklagte zudem, ihre Partei werde im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kaum berücksichtigt.

Das BSW forderte die Ernennung überparteilicher Ministerpräsidenten in beiden Bundesländern. Diese sollten mit wechselnden Mehrheiten regieren, wobei auch die Unterstützung der AfD möglich wäre. Allerdings betonte die Partei, es gehe nicht um eine formelle Koalition mit der AfD, sondern allenfalls um eine Einbindung in parlamentarische Entscheidungen.

Die Vorschläge markieren eine Positionsänderung des BSW gegenüber der AfD. Die Debatten und eine mögliche überparteiliche Zusammenarbeit könnten die politischen Dynamiken vor den anstehenden Wahlen verändern. Beide Bundesländer stimmen in wenigen Wochen ab – die Wahlkämpfe laufen bereits auf Hochtouren.

Quelle