24 March 2026, 02:29

Böhmermanns provokante Kunstschau fordert Berlin mit schwarzem Humor heraus

Ein Raum mit verschiedenen Kunstwerken, darunter gerahmte Fotos auf Tischen, Texttafeln an den Wänden, Deckenbeleuchtung und ein Teppichboden, was auf eine Ausstellung im Museum of Modern Art hindeutet.

Böhmermanns provokante Kunstschau fordert Berlin mit schwarzem Humor heraus

Eine provokante neue Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Unter dem Titel "Die Möglichkeit der Irrationalität" hat eine mutige Schau ihre Pforten geöffnet – eine Zusammenarbeit zwischen dem Satiriker Jan Böhmermann und seinem Kollektiv Royal. Noch bis zum 19. Oktober 2022 vereint die Ausstellung provokante Kunst mit schwarzem Humor und interaktiven Installation.

Gleich zu Beginn müssen Besucher ihre Handys an der Garderobe abgeben. Drinnen erwartet sie ein Fernrohr, das auf einen Spiegel gerichtet ist – und damit den Blick ins Büro des benachbarten Bundeskanzlers freigibt. Daneben schmilzt eine große Butterskulptur des ehemaligen Kanzlers Helmut Kohl langsam unter den Galerielichtern.

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Ein Raucherkabinett mit echten Zigaretten steht neben einer Maschine, die alle 28 Minuten ein Stofftier zerfetzt. Die Zerstörung lässt sich stoppen – doch nur, wenn jemand 20 Euro zahlt und ein Selfie macht. An anderer Stelle hängen KI-generierte Aktbilder des Politikers Friedrich Merz an den Wänden, während eine Nachbildung des deutschen Einbürgerungstests in Endlosschleife läuft.

Die Ausstellung zeigt auch Relikte aus Böhmermanns TV-Karriere, darunter eine Goldene Schallplatte des Rappers Bushido und ein Boxsack, den einst der flüchtige Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek nutzte. Im "TV-Garten" genannten Bereich treten Indie-Künstler wie Domiziana, Mine und Ebow live auf. Ein geplantes Konzert des Rappers Chefket wurde hingegen nach Vorwürfen des Antisemitismus in der Presse abgesagt.

Mit Absurdität, Satire und Momenten echter Beklemmung fordert die Schau ihre Besucher heraus. Indem sie Handys verbietet und zur Teilnahme zwingt, schafft sie einen Raum, in dem Kunst und Provokation aufeinandertreffen. "Die Möglichkeit der Irrationalität" ist noch bis Mitte Oktober täglich geöffnet.

Quelle