Berliner Polizist wegen Betrugs mit gefälschtem Sportabzeichen angeklagt
Adriane BoucseinBerliner Polizist wegen Betrugs mit gefälschtem Sportabzeichen angeklagt
Ein Berliner Polizist muss sich wegen eines mutmaßlichen Betrugs mit einem gefälschten Sportabzeichen vor Gericht verantworten. Der Fall hat disziplinarische Maßnahmen sowie eine Verhandlung vor dem Amtsgericht Tiergarten zur Folge. Ermittlungen zufolge täuschte er zudem mehrfach Arbeitsunfähigkeit vor.
Im Jahr 2020 reichte der Beamte ein gefälschtes Deutsches Sportabzeichen in Gold ein, um sich für eine Beförderung zu qualifizieren. Die Polizei erhöhte daraufhin seinen Dienstgrad und sein Gehalt auf Basis des falschen Dokuments. Durch diese Täuschung soll der Behörde ein Schaden von etwa 7.700 Euro entstanden sein.
Unabhängige Untersuchungen ergaben zudem, dass er im selben Jahr wiederholt vortäuschte, dienstunfähig zu sein. Diese falschen Angaben führten zu weiteren unrechtmäßigen Zahlungen, wodurch sich der geschätzte Gesamtschaden bis Mai 2026 auf rund 11.600 Euro beläuft. Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Rückzahlung von insgesamt etwa 19.300 Euro – eine Summe, die sowohl den Beförderungsbetrug als auch die vorgetäuschte Dienstunfähigkeit abdecken soll.
Der Polizist muss sich in zwei weiteren Fällen wegen Betrugsvorwürfen vor Gericht verantworten. Die Berliner Polizei hat bereits disziplinarische Schritte eingeleitet. Im Prozess wird entschieden, ob er den von der Staatsanwaltschaft geforderten Gesamtbetrag zurückerstatten muss.






