Berlin–Hamburg-Bahnstrecke nach zehn Monaten Sperrung wieder frei
Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg ist nach monatelanger Sperrung wieder in Betrieb
Nach einer langen Schließung ist die Eisenbahnverbindung zwischen Berlin und Hamburg wieder eröffnet worden. Die Strecke war für etwa zehn Monate und zwei Wochen komplett gesperrt, während umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt wurden. Nun können sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr wieder regulär rollen.
Die Bauarbeiten begannen im August 2025. Durch frostige Temperaturen verzögerten sich die Arbeiten um rund eineinhalb Monate, sodass sich das Projekt länger hinzog als ursprünglich geplant.
Während der Sperrung wurden Fern- und Güterzüge über Ausweichstrecken umgeleitet. Der Regionalverkehr fuhr nach eingeschränktem Fahrplan, sodass viele Reisende auf Ersatzbusse angewiesen waren. Über 200 Busse wurden eingesetzt, um die Ausfälle abzufedern.
Verkehrspolitische Expert:innen von SPD und CDU üben scharfe Kritik an der mangelnden Transparenz. Die SPD-Fachpolitikerin Anja Troff-Schaffarzyk forderte mehr Widerstandsfähigkeit und bessere Krisenplanung für künftige Großprojekte. Der CDU-Verkehrsexperte Björn Simon verlangte verlässliche Zeitpläne und eine klare Kommunikation bei anstehenden Sanierungen.
Die Strecke ist nun wieder befahrbar. Fachleute mahnen bei der Deutschen Bahn mehr Transparenz und bessere Vorbereitung auf ähnliche Vorhaben an. Damit sollen künftige Beeinträchtigungen für Fahrgäste und Güterverkehrsunternehmen so gering wie möglich gehalten werden.






