09 May 2026, 12:26

Beliebte Berliner Apotheke schließt wegen Mietstreit trotz guter Geschäfte

Apothekenladen mit einem Fahrzeug vorne und einem Gebäude links

Beliebte Berliner Apotheke schließt wegen Mietstreit trotz guter Geschäfte

Beliebte Apotheke in Berlin-Wilmersdorf schließt nach Insolvenzantrag der Inhaberin

Eine bekannte Apotheke im Westen Berlins hat ihre Türen geschlossen, nachdem ihre Besitzerin, Sohir Ammar, Insolvenz anmelden musste. Die Schließung war jedoch nicht auf schlechte Geschäfte zurückzuführen, sondern auf einen Streit um den Mietvertrag, der ihr keine andere Wahl ließ. Damit endet eine einst blühende Apotheke an der Wilmersdorfer Straße.

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Sohir Ammar hatte 2023 zwei Filialen der Easy Apotheke übernommen, darunter den nun geschlossenen Standort in der Wilmersdorfer Straße. Obwohl die Apotheke profitabel war, führte die Weigerung des Vermieters, den Mietvertrag zu verlängern, zur Schließung. Ohne diese Verlängerung sah sich Ammar mit Verbindlichkeiten in siebenstelliger Höhe konfrontiert – ein Betrag, der sie in die Insolvenz trieb.

Der Vermieter plante eine Umnutzung der Räumlichkeiten, wodurch nicht nur die Apotheke, sondern auch ein benachbartes Bekleidungsgeschäft weichen musste. Ammars finanzielle Probleme begannen, als sie den ersten Standort verlor, aber weiterhin für dessen Finanzierung haften blieb. Hätte sie den Mietvertrag verlängern können, wäre die Insolvenz vermeidbar gewesen.

Trotz des Rückschlags bleibt die Easy Apotheke am Kurfürstendamm geöffnet und stabil – mit acht Beschäftigten. Die Insolvenzverfahren nähern sich dem Abschluss, eine endgültige Regelung wird für August erwartet. Ammar beschreibt die Situation als emotional belastend, konzentriert sich nun aber darauf, nach vorne zu blicken.

Die Schließung markiert das Ende einer erfolgreichen Apotheke, die nicht an mangelnder Wirtschaftlichkeit, sondern an äußeren Umständen scheiterte. Während Ammars verbleibende Filiale weiterbetrieben wird, arbeitet sie an der Bewältigung der finanziellen und rechtlichen Folgen. Der Fall zeigt, wie Mietstreitigkeiten selbst florierende Unternehmen aus der Bahn werfen können.

Quelle