19 March 2026, 12:33

Baden-Württemberg lockert Düngeregeln für mehr Flexibilität in der Landwirtschaft

Alter Buchumschlag betitelt "Düngemittel Saatgut Landmaschinen 1941" mit einer Illustration einer grünen Pflanze mit Blättern und Stielen, umgeben von Weiß.

Baden-Württemberg lockert Düngeregeln für mehr Flexibilität in der Landwirtschaft

Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat die Düngeregelungen flexibler gestaltet. Landwirtinnen und Landwirte können nun den Zeitraum für das Ausbringen stickstoffbetonter Düngemittel auf Grünland und Ackerflächen mit mehrjährigen Kulturen anpassen. Die Änderung berücksichtigt Wetterbedingungen und regionale landwirtschaftliche Erfordernisse, ohne die Gesamtlänge der Sperrfrist zu verkürzen.

Die aktualisierten Vorschriften ermöglichen es den Landratsämtern, Verschiebungen des Düngeverbots durch Einzelgenehmigungen, Sammelanträge oder eine Allgemeinverfügung zu genehmigen. Voraussetzung ist eine Abstimmung zwischen den unteren Landwirtschaftsbehörden und den Wasserwirtschaftsämtern, um sicherzustellen, dass alle Anpassungen sowohl ökologische als auch agrarische Standards erfüllen.

Die Anpassung erlaubt es, den Beginn oder das Ende der Sperrzeit um bis zu vier Wochen zu verschieben. Ziel ist es, Landwirtinnen und Landwirten mehr Spielraum bei wechselhaftem Wetter und standortspezifischen Bedingungen zu geben und so die Stickstoffeffizienz zu verbessern. Vergleichbare Regelungen wurden bereits in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen eingeführt.

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Stand März 2026 gibt es keine offizielle Statistik, wie viele Bundesländer eine solche Flexibilisierung umgesetzt haben. Dennoch zeigt sich ein klarer Trend: Die Landwirtschaft soll produktiv bleiben, ohne die Umwelt zu belasten.

Die neue Regelung gibt Landwirtinnen und Landwirten mehr Einfluss auf den Zeitpunkt der Düngung, ohne die Dauer des Verbots zu verkürzen. Über die konkrete Umsetzung entscheiden die örtlichen Behörden. Damit soll eine nachhaltige Landwirtschaft gefördert werden, die gleichzeitig den praktischen Herausforderungen vor Ort gerecht wird.

Quelle