Baden-Württemberg holt Millionen für Spitzenforschung nach Heidelberg und Freiburg
Bernhardine RörrichtBaden-Württemberg holt Millionen für Spitzenforschung nach Heidelberg und Freiburg
Baden-Württemberg hat sich eine führende Position bei der europäischen Forschungsförderung gesichert, nachdem Wissenschaftler aus dem Land mehrere ERC Synergy Grants gewonnen haben. Der Europäische Forschungsrat (ERC) bewilligte insgesamt 96,5 Millionen Euro für Teams im Südwesten, wobei Heidelberg und Freiburg zu den Hauptprofiteuren zählen. Die Fördergelder fließen in bahnbrechende Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Energie und medizinische Forschung.
Ein Team des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg unter der Leitung von Amir Abdollahi und Dirk Jäger erhielt einen der begehrten ERC Synergy Grants für die Gesundheitsforschung. Ihr am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Universitätsklinik Heidelberg angesiedeltes Projekt widmet sich der Krebsdiagnostik und -therapie. Gleichzeitig werden Forscher der Eberhard Karls Universität Tübingen mit EU-Mitteln Lebererkrankungen untersuchen.
In Freiburg wurden zwar keine gesundheitsbezogenen Synergy Grants vergeben, doch eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Jürgen Kleine-Vehn sicherte sich Fördergelder für die pflanzenphysiologische Erforschung des Hormons Auxin. Ein weiteres Freiburger Team – mit Beteiligung der Albert-Ludwigs-Universität und des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik – forscht künftig an photovoltaischer Energiegewinnung. Insgesamt verteilte der ERC in diesem Jahr 684 Millionen Euro im Rahmen der Synergy Grants. Baden-Württemberg hebt sich als das deutsche Bundesland mit den meisten geförderten Projekten und Hauptantragstellern hervor. Auch Einrichtungen wie das Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, das Universitätsklinikum Freiburg und die Universität Heidelberg sind an den Vorhaben beteiligt.
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski gratulierte den Forschern öffentlich zu ihren Erfolgen. Die Förderungen unterstreichen die Stärke der Region bei der Einwerbung kompetitiver EU-Mittel für hochkarätige Forschung.
Die 96,5 Millionen Euro kommen Projekten zur Krebsbehandlung, Lebererkrankungen und erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg zugute. Mit der Beteiligung mehrerer Institutionen festigen die Fördergelder den Ruf des Landes als Zentrum für wissenschaftliche Innovation. Die Arbeiten starten im Rahmen des aktuellen Förderzyklus des Europäischen Forschungsrats.