Atomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform mit Aktienpflicht für alle Arbeitnehmer
Philipp NetteAtomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform mit Aktienpflicht für alle Arbeitnehmer
Anja Mikus, die Chefin des deutschen staatlichen Atomfonds Kenfo, fordert eine grundlegende Wende in der Rentenreform. Sie plädiert für ein verpflichtendes aktienbasiertes System, das alle versicherten Arbeitnehmer abdecken soll – selbst diejenigen mit geringen Beiträgen. Nach ihrer Überzeugung würde dieser Ansatz finanzielle Vorteile breiter in der Bevölkerung streuen.
Mikus leitet Kenfo seit 2017 und verwaltet dort einen Fonds in Höhe von 26,5 Milliarden Euro. Die Aufgabe der Organisation besteht darin, die Finanzierung der Lagerung radioaktiver Abfälle aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken bis zum Jahr 2100 sicherzustellen.
Ihrer Argumentation zufolge würde eine stärkere Ausrichtung auf die Kapitalmärkte mehr Menschen helfen, finanzielle Sicherheit aufzubauen. Als Beispiel verweist sie auf den schwedischen Staatsfonds AP7, der geförderte Rentensysteme erfolgreich verwaltet. Die öffentliche Unterstützung für solche Modelle nehme ihrer Beobachtung nach zu, sobald die Menschen konkrete Ergebnisse sähen.
Ihr Vorschlag umfasst verpflichtende Aktieninvestitionen für alle Versicherten. Selbst kleine Beiträge, so Mikus, könnten langfristig einen spürbaren Unterschied machen. Ihr Plan zielt darauf ab, die Art und Weise, wie die Deutschen für den Ruhestand vorsorgen, grundlegend zu verändern. Durch die verpflichtende aktiengestützte Altersvorsorge erhofft sie sich eine breitere Beteiligung am Kapitalmarkt. Als Vorbild dient dabei der internationale Erfolg – allen voran der schwedische AP7-Fonds.






