29 December 2025, 07:17

900.000-Euro-Projekt soll Kormorane am Bodensee dezimieren und Fischbestände retten

Ein Plakat mit Text und einem Bild von Enten im Wasser.

Hunderttausende Euro für Projekte gegen den Kormoran - 900.000-Euro-Projekt soll Kormorane am Bodensee dezimieren und Fischbestände retten

Ein 900.000-Euro-Projekt soll die wachsende Kormoranpopulation am Bodensee eindämmen. Die Vögel bedrohen die heimischen Fischbestände, da jeder von ihnen täglich mehr als ein halbes Kilogramm Fisch frisst. Die Behörden planen nun, in den nächsten drei Jahren Drohnen und gezielte Bejagung einzusetzen, um ihren Bestand zu kontrollieren.

Das Umweltministerium hat Maßnahmen genehmigt, um die Fischbestände vor den Kormoranen zu schützen. Eine Methode sieht vor, dass Drohnen Eier mit Öl überziehen, um das Schlüpfen der Jungtiere zu verhindern. Dieser Teil des Plans wird voraussichtlich zwischen 100.000 und 200.000 Euro kosten.

Zusätzlich wird eine gezielte Bejagung in Betracht gezogen, um die Auswirkungen der Vögel auf die gewerbliche Fischerei zu begrenzen. Die EU übernimmt 60 Prozent des Gesamtbudgets von 900.000 Euro, doch bleibt unklar, wer die verbleibenden Kosten trägt. Die zuständigen Stellen haben noch nicht bekannt gegeben, welche Organisationen die zusätzlichen Ausgaben decken werden. Die Kormoranpopulation steigt seit Jahren kontinuierlich an und setzt die einheimischen Fischer unter Druck. Ohne Gegenmaßnahmen könnten die Vögel die Fischbestände weiter schmälern und die Existenzgrundlage der Branche gefährden.

Die auf drei Jahre angelegte Initiative kombiniert das Ölen der Eier und die Bejagung, um die Zahl der Kormorane zu verringern. Mit Unterstützung der EU soll das Projekt die Belastung für die Fischbestände im Bodensee verringern. Die Fischer hoffen, dass die Maßnahmen in den kommenden Jahren dazu beitragen, ihre Fangerträge zu stabilisieren.