27 April 2026, 14:32

81 Prozent der Deutschen halten Vermögensverteilung für ungerecht – und fordern Steuerreformen

Plakat mit dem Text "Die Reichen sollen ihren gerechten Anteil bezahlen" vor einem Hintergrund aus Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

81 Prozent der Deutschen halten Vermögensverteilung für ungerecht – und fordern Steuerreformen

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hält die Vermögensverteilung im Land für ungerecht. Wie aktuelle Umfragen zeigen, sind 81 Prozent der Befragten der Meinung, das System begünstige die Wohlhabenden, während nur 15 Prozent es für fair erachten. Gleichzeitig wächst quer durch die politischen Lager die Unterstützung für Steuerreformen, darunter eine Vermögenssteuer und höhere Erbschaftsabgaben.

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Die Erhebung offenbart eine breite Zustimmung zu Steueränderungen. Insgesamt befürworten 64 Prozent der Deutschen die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer, 29 Prozent lehnen dies ab. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Erbschaftssteuer: 61 Prozent sprechen sich für höhere Abgaben auf große Vermögen aus, 32 Prozent sind dagegen.

In den politischen Lagern zeigt sich ein differenziertes Stimmungsbild: Mittlerweile unterstützen 62 Prozent der Anhänger der unionsnahen Parteien CDU und CSU die Vermögenssteuer. Auch bei den Wählern der Grünen, der Linken und der SPD stoßen höhere Erbschaftssteuern auf breite Zustimmung. Selbst in der rechtspopulistischen AfD sind die Meinungen gespalten – 42 Prozent befürworten die Vermögenssteuer, 52 Prozent lehnen sie ab. Bei der Erbschaftssteuer lehnen 62 Prozent der AfD-Anhänger höhere Abgaben ab, während 33 Prozent dafür sind.

Auch regional gibt es deutliche Unterschiede. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und im Raum Berlin-Brandenburg bezeichnen 90 Prozent der Befragten die Vermögensverteilung als ungerecht. Die Kritik an den bestehenden Verhältnissen erstreckt sich über alle großen Bundestagsparteien hinweg – in jedem Lager halten Mehrheiten das aktuelle System für ungerecht.

Die Ergebnisse unterstreichen die weitverbreitete Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Ungleichheit in Deutschland. Über politische und regionale Grenzen hinweg befürworten nun Mehrheiten Steuerreformen, die sich gegen große Vermögen und Erbschaften richten. Die Daten deuten auf einen wachsenden Druck für politische Kurskorrekturen in den kommenden Jahren hin.

Quelle