19 December 2025, 14:33

Zweite Gauchach-Talbrücke auf der B31 rechtlich genehmigt

Eine volle Brücke mit laufenden Menschen, Straßenlaternen, Wasser, Bergen und Gebäuden im Hintergrund.

Zweite Gauchach-Talbrücke auf der B31 rechtlich genehmigt

Zweite Gauchachtalbrücke an der B31 rechtlich genehmigt

Teaser: Die Regierungspräsidium Freiburg hat eine wichtige rechtliche Hürde für den Bau der zweiten Gauchachtalbrücke an der B31 genommen. Eine Planergänzungsentscheidung bestätigte, dass die Umweltauswirkungen des Projekts dem Bau nicht entgegenstehen. Allerdings ist der Beschluss noch nicht rechtskräftig. Die geplante Brücke soll zwischen Unadingen, einem Ortsteil von Löffingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, und Döggingen entstehen.

18. Dezember 2025, 15:30 Uhr

Die Pläne für eine zweite Brücke über das Gauchachtal an der B31 haben nach jahrelangen Verzögerungen einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht. Das Regierungspräsidium Freiburg hat nun die Baugenehmigung erteilt und damit ein zentrales Hindernis für den Baubeginn ausgeräumt. Allerdings könnte die Entscheidung noch rechtlich angefochten werden, bevor die Arbeiten tatsächlich starten können.

Die neue Brücke wird Unadingen und Döggingen verbinden und damit eine langjährige Lücke im regionalen Verkehrsnetz schließen. Während die Ortsumgehung Döggingen bereits 1991 genehmigt und 2002 fertiggestellt wurde, blieb die zweite Gauchachtalbrücke bis heute ungebaut – doch das könnte sich nun ändern.

Die Genehmigung folgt auf ein umfangreiches Prüfverfahren, das eine Umweltverträglichkeitsprüfung, artenschutzrechtliche Untersuchungen sowie eine Analyse der Klimafolgen umfasste. Diese Schritte waren notwendig geworden, nachdem der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) Klage gegen frühere Vorbereitungsmaßnahmen für Zufahrtsstraßen und Baustellen eingereicht hatte. Trotz der Bedenken kam das Regierungspräsidium zu dem Schluss, dass die Umweltauswirkungen des Projekts dem Bau nicht im Wege stehen.

Falls keine weiteren Klagen eingereicht werden, kann das Regierungspräsidium das bereits 2022 unterbrochene Vergabeverfahren wieder aufnehmen. Eine offizielle öffentliche Bekanntmachung soll Mitte Januar erfolgen, leicht verzögert durch die Weihnachtsfeiertage. Die Projektdokumente sind bereits jetzt auf der Website des Regierungspräsidiums einsehbar.

Der Beschluss ebnet den Weg für das Vorhaben, ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Sollten keine Einsprüche erhoben werden, könnte der Bau nach Jahren der Planung endlich voranschreiten. Die Brücke würde einen entscheidenden Abschnitt der B31 vervollständigen und die Gemeinden auf beiden Seiten des Gauchachtals besser verbinden.