Zusätzliche Bezeichnungen für sechs weitere Städte und Gemeinden
Bernhardine RörrichtZusätzliche Bezeichnungen für sechs weitere Städte und Gemeinden
Sechs weitere Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg erhalten bald neue offizielle Zusatzbezeichnungen. Diese vom Land anerkannten Titel sollen lokale Identität und kulturelles Erbe hervorheben. Die Änderungen treten am 1. Dezember 2025 in Kraft, nachdem das Innenministerium seine Zustimmung erteilt hat.
Zu den Neuzugängen zählen Bopfingen als „Die Ipfmessstadt“, Gutach als „Bollenhutgemeinde“ und Ilvesheim als „Inselgemeinde“. Neuenburg am Rhein führt künftig den Namen „Zähringerstadt“, während Oberderdingen sich „Waldenserort“ und Tettnang „Hopfenstadt“ nennt. Die Bezeichnungen spiegeln historische, kulturelle oder geografische Besonderheiten wider, die für jede Region typisch sind.
Voraussetzung für die Vergabe ist ein Gemeinderatsbeschluss mit einer Dreiviertelmehrheit. Das Innenministerium prüft und genehmigt anschließend den Antrag. Dieses Verfahren basiert auf einer Novelle der Gemeindeordnung aus dem Jahr 2020, die frühere Einschränkungen bei solchen Zusatzbezeichnungen lockerte. Stellvertretender Ministerpräsident Thomas Strobl hat die Initiative maßgeblich unterstützt. Mit den neuen Titeln tragen nun rund 130 Gemeinden und Landkreise in Baden-Württemberg offizielle Zusatzbezeichnungen.
Parallel dazu führen sechs Berliner Bezirke ab dem 1. Dezember 2025 ebenfalls neue Beinamen ein: Neukölln wird zum „Bezirk Neukölln – Widerstandsbezirk“, Friedrichshain-Kreuzberg zum „Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg – Vielfaltsbezirk“ und Spandau zum „Bezirk Spandau – Hansestadt“. Marzahn-Hellersdorf firmiert künftig als „Bezirk Marzahn-Hellersdorf – Wachstumsbezirk“, Treptow-Köpenick als „Bezirk Treptow-Köpenick – Wasserbezirk“ und Lichtenberg als „Bezirk Lichtenberg – Industriekulturbezirk“.
Die neuen Bezeichnungen erscheinen ab dem 1. Dezember 2025 auf offiziellen Dokumenten und Hinweisschildern. Sie sollen das lokale Stolzgefühl und die kulturelle Anerkennung stärken. Sowohl Baden-Württemberg als auch Berlin haben die Praxis ausgeweitet, um mehr Kommunen die Möglichkeit zu geben, ihre einzigartige Identität zu feiern.