25 February 2026, 21:26

Zollfahndung Ulm schlägt 2025 härter gegen illegale Beschäftigung zu

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Fabrik mit Rauch, der aus ihren Schornsteinen kommt, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Pflanzen, Gras und einem Zaun, mit dem Text "New York State Penitentiary" unten.

Zollfahndung Ulm schlägt 2025 härter gegen illegale Beschäftigung zu

Zollfahndungsstelle Ulm verschärft 2025 die Bekämpfung illegaler Beschäftigung

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) der Zollfahndungsstelle Ulm hat im Jahr 2025 ihre Ermittlungen intensiviert. Obwohl weniger Betriebe kontrolliert wurden, leitete die Behörde mehr Strafverfahren ein und verhängte höhere Sanktionen gegen illegale Beschäftigungspraktiken. Gerichte verurteilten Betroffene zu Geldstrafen, Haftstrafen und deckten Millionenbeträge an vorenthaltenen Sozialabgaben auf.

Im vergangenen Jahr eröffnete die FKS 1.516 verwaltungsrechtliche Verfahren und 2.504 strafrechtliche Ermittlungen. Die daraus resultierenden Bußgelder beliefen sich auf 2,36 Millionen Euro bei Ordnungswidrigkeiten und 971.000 Euro bei Straftaten. Insgesamt wurden 74 Jahre Haft in verschiedenen Branchen verhängt.

In der Gastronomie überprüften die Ermittler gemeldete Mitarbeiterzahlen mit Gehaltsabrechnungen und deckten so nicht angemeldete Beschäftigte auf. Diese Methode führte zu zahlreichen Verurteilungen. Gleichzeitig gerieten Baufirmen wegen Scheinsubunternehmerverhältnissen und gefälschter Rechnungen zur Verschleierung von Arbeitsverhältnissen in den Fokus.

Ein besonders schwerwiegender Fall betraf einen Führungskräfte eines privaten Sicherheitsunternehmens. Der Beschuldigte wurde verurteilt, weil er über Strohmänner Briefkastenfirmen gegründet und Lohnunterlagen gefälscht hatte. Bei einer weiteren Razzia wurden 49 Fälle illegal beschäftigter Drittstaatsangehöriger aufgedeckt, die zu 107.650 Euro Bußgeldern führten – mit Einzelstrafen von bis zu 7.000 Euro für kurze Zeiträume nicht angemeldeter Arbeit.

Die FKS Ulm ist an vier Standorten aktiv: Ulm, Aalen, Pfullingen und Friedrichshafen. Ihre Ermittlungen im Jahr 2025 förderten zutage, dass durch illegale Beschäftigung schätzungsweise 25,7 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen verloren gingen.

Die Maßnahmen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit führten 2025 zu schärferen Strafen und deckten systematische Betrugsfälle auf. Trotz weniger Kontrollen stieg die Zahl der Verurteilungen – ein Zeichen für anhaltende Probleme in Branchen wie Gastronomie, Baugewerbe und privater Sicherheit. Die finanziellen und rechtlichen Konsequenzen für Täter haben sich deutlich verschärft.

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