22 February 2026, 22:36

ZF Friedrichshafen baut 7.600 Stellen ab – doch Standorte bleiben erhalten

Altes deutsches Aktienzertifikat mit blauem Rand, Text lautet "Schweiz Wagons-Fabrik A.G."

ZF Friedrichshafen baut 7.600 Stellen ab – doch Standorte bleiben erhalten

ZF Friedrichshafen einigt sich auf umfassenden Umstrukturierungsplan für Antriebsstrang-Sparte

Die ZF Friedrichshafen AG hat eine weitreichende Umstrukturierungsvereinbarung für ihre Antriebsstrang-Division, bekannt als "Division E", ausgehandelt. Der von der Belegschaft mit großer Mehrheit unterstützte Deal zielt darauf ab, die Kosten zu senken und langfristig Arbeitsplätze zu sichern – dennoch wird der Plan bis zum Ende des Jahrzehnts zu erheblichen Stellenabbau führen.

Anfang dieses Monats hatten sich das Unternehmen und die IG Metall auf ein "Bündnis für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplatzsicherheit" verständigt. Bei einer Abstimmung sprachen sich 91 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder in der Division E für den Vorschlag aus. Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, betonte die starke Geschlossenheit der Belegschaft während des Verhandlungsprozesses.

Die Sparte beschäftigt weltweit rund 30.000 Mitarbeiter, davon zwei Drittel in Deutschland. Zu den wichtigsten Standorten zählen der Hauptsitz am Bodensee sowie Werke in Saarbrücken und Schweinfurt. Trotz der Einschnitte sind keine vollständigen Werksschließungen an diesen Standorten geplant.

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Bis 2030 sollen in der Division etwa 7.600 Stellen abgebaut werden. Durch die Umstrukturierung erhofft sich das Unternehmen bis 2027 Einsparungen von über 500 Millionen Euro. Unklar bleibt jedoch die genaue Verteilung der Stellenstreichungen auf die deutschen Standorte, da bisher keine detaillierte Aufschlüsselung vorliegt.

Der Deal garantiert, dass die Antriebsstrang-Sparte von ZF Friedrichshafen in Deutschland keine Standortschließungen vornehmen wird. Dennoch wird die Belegschaft in den kommenden sechs Jahren deutlich schrumpfen. Das Unternehmen setzt nun seinen Kurs fort, die finanzielle Stabilität zu stärken, ohne dabei die Kerngeschäfte aufzugeben.