Zementverbrauch in Deutschland bricht auf historisches Tief ein – doch Hoffnung keimt
Adriane BoucseinZementverbrauch in Deutschland bricht auf historisches Tief ein – doch Hoffnung keimt
Zementverbrauch in Deutschland auf niedrigstem Stand seit vor dem Zweiten Weltkrieg
Der Zementverbrauch in Deutschland ist auf den tiefsten Stand seit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg gesunken. Der Rückgang spiegelt eine deutliche Verlangsamung der Bautätigkeit im gesamten Land wider – betroffen sind sowohl der private als auch der öffentliche Sektor.
Hohe Zinsen und steigende Baukosten belasten den privaten Wohnungsbau besonders stark. Bautenwickler halten sich zurück, und neue Wohnprojekte bleiben rar. Selbst bei einer jüngst gestiegenen Zahl an Baugenehmigungen hat der Wohnungsbau noch nicht an Fahrt aufgenommen.
Auch öffentliche Bauvorhaben und gewerbliche Projekte kämpfen mit Schwierigkeiten. Investitionen in Infrastruktur, Industrieanlagen und Bürogebäude sind zurückgegangen. Die von der Regierung bereitgestellten Mittel für die Infrastruktur haben bisher noch keine spürbare Belebung ausgelöst.
Experten erwarten jedoch im Laufe des Jahres eine Wende. Die bereitgestellten Gelder sollen in Kürze in Projekte fließen und die Bautätigkeit in den kommenden Monaten ankurbeln.
Der aktuelle Zementverbrauch liegt rund 30 Prozent unter den Werten von 2020. Die Branche durchlebt eine schwierige Phase, doch die geplanten Ausgaben könnten die Abschwächung bald abmildern. Für die zweite Jahreshälfte 2024 wird nun mit einer Erholung gerechnet.
