17 January 2026, 17:59

Zeitumstellung 2025: Warum Baden-Württemberg jetzt gegen Wildunfälle kämpft

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem hervorgehobenen Gebäude in der rechten unteren Ecke und Text, der Stadtinformationen bereitstellt.

Zeitumstellung 2025: Warum Baden-Württemberg jetzt gegen Wildunfälle kämpft

Wildunfälle bleiben eine anhaltende Gefahr auf deutschen Straßen – alle zwei Minuten kommt es zu einem Zusammenstoß. Besonders in der Dämmerung und bei Einbruch der Dunkelheit steigt das Risiko, vor allem nach der zeitumstellung 2025 im Herbst, wenn der Berufsverkehr mit den Hauptaktivitätszeiten der Tiere zusammenfällt. Die Behörden in Baden-Württemberg arbeiten nun an einer Aktualisierung einer zentralen Strategie, um das Problem einzudämmen.

Der Landesweite Biotopverbund Wildtierkorridore (GWP) wurde 2012 eingeführt, um großflächige Lebensräume für mobile Arten wie Rehe und Wildschweine zu schützen. Diese Korridore ermöglichen es Tieren, sicher zu wandern und den genetischen Austausch zwischen Populationen aufrechtzuerhalten. Allerdings kreuzen ihre Routen häufig Straßen, was das Kollisionsrisiko erhöht.

Rechtlich gestützt wird der Plan durch das Landesjagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) sowie das Landesnaturschutzgesetz (NatSchG). Seit 2023 überarbeitet das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz den GWP, doch bis Januar 2026 liegt noch keine endgültige Fassung vor. Um Unfälle zu verringern, wurden bereits Maßnahmen wie die Freihaltung von Vegetation an schlecht einsehbaren Straßenabschnitten und eine gezielte Bejagung in Risikogebieten umgesetzt. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) testet zudem im Rahmen des Projekts "Modellregion Wildunfallprävention“ neue Lösungsansätze. Bald sollen die Geodaten des GWP über Online-Kartendienste abrufbar sein, um Autofahrern und Planern die Identifizierung von Gefahrenstellen zu erleichtern.

Die laufende Überarbeitung des Landesweiten Biotopverbunds zielt darauf ab, die Sicherheit für Wildtiere und Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Da Wildunfälle nach wie vor häufig vorkommen, könnten der aktualisierte Plan und die neuen Präventionsprojekte eine entscheidende Rolle bei der Verringerung der Gefahren an Straßen spielen. Autofahrer werden aufgefordert, besonders während der zeitumstellung 2025 wachsam zu sein, wenn die Tieraktivität ihren Höhepunkt erreicht.