16 December 2025, 10:56

Xavier Naidoos umstrittenes Candlelight-Comeback polarisiert Köln vor ausverkauften Shows

Ein Mann in einer schwarzen Jacke spielt Gitarre und singt in ein Mikrofon auf der Bühne eines Musikkonzerts, während ein anderer Mann in einem maronenfarbenen T-Shirt neben ihm Gitarre spielt.

Xavier Naidoos umstrittenes Candlelight-Comeback polarisiert Köln vor ausverkauften Shows

Xavier Naidoo: Kann er bei seinem Candlelight-Konzert überzeugen?

Nach einer sechsjährigen Pause gibt Xavier Naidoo am Dienstag in Köln sein Candlelight-Konzert-Comeback. Doch es ist kein Comeback wie jedes andere.

Xavier Naidoo kehrt mit zwei Candlelight-Konzerten in Köln nächste Woche auf die Bühne zurück – seine ersten großen Auftritte seit sechs Jahren. Doch sein Comeback sorgt für Kontroversen, denn der Sänger hat in der Vergangenheit immer wieder durch antisemitische, rassistische und verschörungsideologische Äußerungen von sich reden gemacht.

Seine "Bei meiner Seele"-Tour startet am 16. Dezember in der Kölner Lanxess Arena. Die Tickets für das erste Candlelight-Konzert waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft, weshalb ein zweiter Termin am Folgetag angesetzt wurde – auch dieser ist mittlerweile restlos ausverkauft.

2022 veröffentlichte Naidoo ein Video auf YouTube, in dem er sich für frühere Aussagen entschuldigte. Er behauptete, Nationalismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus abzulehnen. Kritiker werfen ihm jedoch vor, dass er seitdem keine konkreten Taten folgen ließ, die eine echte Veränderung belegen würden.

Zu seinen umstrittenen Werken zählen Lieder wie "Marionetten", "Raus aus dem Reichstag" und "Goldwaagen/Goldwagen", die von vielen als antisemitisch oder verschörungsideologisch interpretiert werden. Zudem äußerte er in der Vergangenheit Unterstützung für die rechtsextreme Reichsbürgerbewegung und verbreitete QAnon-Theorien. 2021 arbeitete er mit dem rechtsextremen Aktivisten Hannes Ostendorf an zwei Songs zusammen.

Die Werteinitiative fordert die Absage der Konzerte. Die Organisation warnt, dass die Auftritte das Problem des Antisemitismus verharmlosen könnten. Gleichzeitig laufen noch zwei Verfahren gegen Naidoo wegen Volksverhetzung am Landgericht Mannheim.

Trotz anhaltender Kritik und rechtlicher Vorwürfe findet die Tour statt. Die ausverkauften Shows deuten auf eine treue Fangemeinde hin – doch seine Vergangenheit wirft weiterhin lange Schatten. Die Debatten über Meinungsfreiheit, Verantwortung und die Bühne für umstrittene Persönlichkeiten bleiben ungelöst.