Wolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde und löst Debatte aus
Bernhardine RörrichtWolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde und löst Debatte aus
Schafherde in Thüringen nach mutmaßlichem Wolfsangriff schwer getroffen
Ein Schafbetrieb in der Nähe von Urnshausen in Thüringen ist am Wochenende Ziel eines verheerenden Angriffs geworden. Schafmeister Egon Specht entdeckte am Sonntagmorgen sechs tote Mutterschafe und zwei weitere Tiere mit schweren Verletzungen. Die Familie vermutet, dass Wölfe für den Überfall verantwortlich sind.
Bei dem Angriff starben sechs Mutterschafe, sechs weitere erlitten tiefe Bisswunden. Zwei der verletzten Tiere mussten dringend tierärztlich versorgt werden. Die Familie Specht meldete den Vorfall an das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, das Experten des Kompetenzzentrums für Wölfe, Biber und Luchse zur Beweissicherung entsandte.
Die Schäfer gehen aufgrund des Ausmaßes der Verletzungen von einem Angriff mehrerer Wölfe aus. Jedes verlorene Tier steht für Jahre sorgfältiger Zuchtarbeit – ein schwerer finanzieller Schlag für die Familie. Doch über die unmittelbaren Verluste hinaus hat der Vorfall auch die Frustration unter lokalen Nutztierhaltern neu entfacht.
Viele Thüringer Landwirte fordern nun klarere rechtliche Regelungen für den Umgang mit Wölfen, die wiederholt Nutztiere reißen. Die Schäfer betonen ihre Rolle bei der Erhaltung der offenen Kulturlandschaften der Rhön durch traditionelle Beweidung – eine Praxis, die durch die zunehmenden Wolfsangriffe bedroht wird.
Die Behörden haben Proben gesichert, um zu bestätigen, ob Wölfe für den Angriff verantwortlich sind. Die Familie Specht steht nach dem Verlust von Tieren, die sie über Jahre aufgezogen hat, vor finanziellen und emotionalen Belastungen. Der Vorfall erhöht den Druck auf stärkere Schutzmaßnahmen für Nutztiere vor Wolfsattacken.






