16 December 2025, 17:14

Wie der Verband der Familienunternehmer Demokratie und Sozialstaat untergräbt

Eine Gruppe von Menschen mit Schildern und einem Baum, Büschen, einer Fahne, einem Gebäude mit Namensschildern, Autos und aktuellen Umfragen im Hintergrund.

Wie der Verband der Familienunternehmer Demokratie und Sozialstaat untergräbt

Die Familienunternehmer

Lange bevor sie sich der AfD zuwandten, untergrub der Verband der Familienunternehmer Demokratie und Sozialstaat. Dass dies nun endlich Beachtung findet, ist gut.

  1. November 2025, 10:50 Uhr

Schlagwörter: Finanzen, Wirtschaft, Politik, Allgemeine Nachrichten

Der Verband der Familienunternehmer gibt sich seit Langem als Stimme des Mittelstands in Deutschland. Doch viele seiner Mitglieder sind Milliardenschwere Großunternehmen, darunter bekannte Marken wie Deichmann, Henkel und Dr. Oetker. Zwar behauptet die Vereinigung, 180.000 Unternehmen zu vertreten – tatsächlich sind jedoch nur 6.500 Firmen, also weniger als 0,2 Prozent der Familienbetriebe, tatsächlich Mitglieder.

Der Verband setzt sich seit Jahren vehement gegen Erbschaftssteuern, Vermögensabgaben und strengere Umweltauflagen ein. Auch gegen Lieferkettengesetze kämpft er mit dem Argument, sie schadeten der Wettbewerbsfähigkeit. Kritiker werfen der Organisation vor, durch solche Initiativen den Sozialstaat ausgehöhlt zu haben – mit der Folge, dass weniger Mittel für Bildung, Integration und öffentliche Dienstleistungen zur Verfügung stehen.

Bis heute prägt der Verband die wirtschaftspolitischen Debatten in Deutschland mit. Seine Lobbyarbeit hat zu Kürzungen bei den Staatsausgaben in zentralen Bereichen beigetragen, während gleichzeitig Steuervergünstigungen für Großunternehmen durchgesetzt wurden. Mit anhaltender politischer Rückendeckung dürfte sein Einfluss so schnell nicht schwinden.