"Wenn ich im Stadtrat wäre..."
"Wenn ich im Stadtrat wäre …"
23 Mannheimer Kinder zwischen acht und zwölf Jahren schlüpften zwei Tage lang in die Rollen von Stadträt:innen.
- November 2025, 15:00 Uhr
Eine Gruppe von 23 Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren nahm kürzlich an einer Rollensimulation des Mannheimer Stadtrats teil. Die unter dem Motto „Wenn ich im Stadtrat wäre …“ stehende Veranstaltung wird seit 20 Jahren im Rahmen der Agenda-Aktion der Stadt durchgeführt. Während der Sitzung diskutierten die jungen Teilnehmer:innen über reale Themen wie Bildung, Verkehr und soziale Gerechtigkeit.
Die Kinder wurden in drei Fraktionen aufgeteilt, die jeweils drei konkrete Vorschläge erarbeiteten. Zu den Ideen gehörten die Ausstattung von Schulen mit iPads, die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs sowie die Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten für obdachlose Menschen. Ihre Anträge wurden anschließend in einer simulierten „Hauptausschusssitzung“ debattiert – ganz nach dem Vorbild des echten Entscheidungsprozesses.
Bevor die Diskussionen begannen, wählten die Kinder ihre eigenen Sprecher:innen: Katharina wurde zur „Ersten Bürgermeisterin“, Leni zur „Stellvertretenden Bürgermeisterin“ und Timon zum „Bürgermeister“ bestimmt. Ziel der Simulation war es, den Kindern lokale Politik, demokratische Abläufe und die Herausforderungen des Interessenausgleichs näherzubringen. Organisiert wird das Programm vom Fachbereich Demokratie und Strategie der Stadt Mannheim, dem Team Bürgerbeteiligung und Engagement sowie verschiedenen Fraktionen des Stadtrats. Es unterstützt die Mannheim 2030-Vision und unterstreicht das Engagement der Stadt für kinderfreundliche Politik im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention. Als fester Bestandteil der politischen Bildung hilft es jungen Menschen, die Arbeit der Kommunalpolitik zu verstehen.
Die Simulation ermöglichte den Kindern eine praktische Erfahrung demokratischer Willensbildung. Ihre Vorschläge spiegelten dabei aktuelle Anliegen zu Bildung, Verkehr und sozialer Gleichheit wider. Mannheim setzt weiterhin auf solche Initiativen, um junge Bürger:innen in die Gestaltung ihrer Stadt einzubinden.