Weil am Rhein kämpft mit Rekordmüll: Über 700 Tonnen Abfall in 2025
Philipp NetteWeil am Rhein kämpft mit Rekordmüll: Über 700 Tonnen Abfall in 2025
Weil am Rhein sammelte 2025 über 700 Tonnen Abfall – ein Rekordwert
Im Jahr 2025 hat Weil am Rhein mehr als 700 Tonnen Abfall eingesammelt – die höchste Menge, die je verzeichnet wurde. Das städtische Tiefbauamt ist täglich im Einsatz, die Teams arbeiten von März bis Oktober sieben Tage die Woche, um die wachsende Problematik in den Griff zu bekommen. Bürgermeisterin Diana Stöcker bezeichnete die aktuellen Zahlen als "ernüchternd" und rief die Bürgerinnen und Bürger zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit der Müllentsorgung auf.
Die Abfallmengen in der Stadt steigen seit 2017 kontinuierlich an, als noch etwas über 204 Tonnen dokumentiert wurden. Zwischen 2020 und 2025 lag der jährliche Anstieg im Schnitt bei 5 bis 7 Prozent – ein geringerer Zuwachs als in vergleichbaren Städten wie Bad Mergentheim oder Bad Kissingen, wo die Müllmengen um 10 bis 15 Prozent stiegen.
Kosten von fast 150.000 Euro für die Abfallentsorgung
2025 landeten rund 292,86 Tonnen Abfall in oder in der Nähe öffentlicher Müllbehälter, deren Entsorgung fast 85.300 Euro kostete. Hinzu kamen 420,06 Tonnen Straßenkehricht, für die weitere 64.370 Euro aufgewandt werden mussten. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben für die Abfallbeseitigung im vergangenen Jahr auf knapp 150.000 Euro.
Neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die Kehrmaschinen und Dienstfahrzeuge zuständig, sieben weitere kümmern sich um die manuelle Reinigung. Besonders betroffene Bereiche sind der Berliner Platz, der Rheinpark, Spielplätze sowie die Uferzone am Wehr und die Mündung der Kander.
Appell an die Bevölkerung: Müllvermeidung und korrekte Entsorgung
Angesichts steigender Abfallmengen und wachsender Belastung für die Reinigungskräfte fordern die Verantwortlichen die Bürger auf, weniger zu vermüllen und die Müllbehälter richtig zu nutzen. Die aktuellen Daten zeigen deutlich, wie stark das Abfallmanagement in Weil am Rhein bereits unter Druck gerät.






