11 March 2026, 12:25

Wahlmanipulation in Düdingen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen verdächtiger Stimmzettel

Ein grüner Zettel mit der Aufschrift "Elections municipales" vor einem weißen Hintergrund.

Wahlmanipulation in Düdingen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen verdächtiger Stimmzettel

In der kleinen Schweizer Gemeinde Düdingen wird derzeit wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei der Wahl ermittelt. Die Behörden entdeckten während der Auszählung der Stimmen für das lokale Parlament mehrere Dutzend Wahlzettel mit auffällig ähnlicher Handschrift. Der Fall wird nun von der Staatsanwaltschaft Freiburg geprüft.

Die Auffälligkeiten wurden vergangenen Sonntag bekannt, als die Stimmen für den Generalrat – das 50 Sitze zählende Kommunalparlament von Düdingen – ausgezählt wurden. Mitarbeiter des Wahlamts stellten fest, dass mehrere Stimmzettel offenbar mit derselben Handschrift ausgefüllt waren. Sie meldeten ihre Beobachtungen umgehend der Bezirksverwaltung.

Die Staatsanwaltschaft untersucht nun, ob die Wahlunterlagen widerrechtlich gesammelt wurden – eine Praxis, die als Ballot Harvesting (organisiertes Einsammeln von Wahlzetteln) bekannt ist. Nach Schweizer Recht ist ein solches Vorgehen gemäß Artikel 282bis des Strafgesetzbuchs strafbar. Die Ermittler prüfen derzeit, ob die mutmaßlichen Verstöße Einfluss auf das Wahlergebnis gehabt haben könnten.

Bisher wurden keine weiteren Details zu den Ermittlungsmethoden oder zum Zeitplan bekannt gegeben. Der Fall steht in keinem Zusammenhang mit anderen jüngsten Vorfällen in der Region, darunter ein Brand bei einem Postauto in Kerzers und ein Verkehrsunfall in Attalens.

Das Ergebnis der Untersuchungen wird entscheiden, ob das Wahlergebnis Bestand hat oder weitere Schritte erforderlich sind. Sollte sich der Verdacht des Ballot Harvestings bestätigen, müssen die Verantwortlichen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden die bisher gesicherten Beweise auswerten.

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